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Grünes Thai‑Curry (Gaeng Keow Wan) – aromatisch, schnell und authentisch

Ein Teller grünes Thai‑Curry ist wie ein Kurztrip nach Bangkok: duftet nach Basilikum und Kaffirlimette, schmeckt cremig‑scharf und steht schneller auf dem Tisch, als der Reis fertig gar ist. Dieses Rezept bringt dir die Street‑Food‑Magie nach Hause – ohne Spezialausrüstung, aber mit echter Thai‑Seelenwärme.

Zutaten (für 2–4 Personen)

  • 300 g Jasminreis (als Beilage)
  • 400 g Hähnchenbrust oder entbeinte Keule, in dünnen Scheiben
  • 400 ml Kokosmilch (Dose, ungeschüttelt; feste Creme oben abnehmen)
  • 2–3 EL grüne Currypaste (nach Schärfetoleranz)
  • 1 EL neutrales Pflanzenöl oder Kokosöl
  • 200 ml Wasser oder milder Hühnerfond
  • 150 g Thai‑Auberginen (geviertelt) oder Zucchini in Halbmondscheiben
  • 100 g Bambussprossen, abgetropft
  • 4 Kaffir‑Limettenblätter (Makrut), leicht eingerissen
  • 1 rote Chili, in feinen Ringen (optional)
  • 1 großzügige Handvoll Thai‑Basilikum (Horapa), grob gezupft
  • 1–2 EL Fischsauce
  • 1–2 TL Palmzucker oder brauner Zucker
  • 1–2 TL Limettensaft (optional zum Abrunden)

Schritt‑für‑Schritt‑Anleitung

  1. Reis starten: Jasminreis in einem Sieb so lange mit kaltem Wasser spülen, bis das Wasser fast klar ist. 1 Teil Reis mit 1,2–1,4 Teilen Wasser aufkochen, dann auf kleinster Stufe 10–12 Minuten gar ziehen lassen. Tipp: Topf nach dem Garen 5 Minuten zugedeckt ruhen lassen, dann mit einer Gabel auflockern.
  2. Vorbereitung der Kokosmilch: Die Dose nicht schütteln. Mit einem Löffel 3–4 EL der dicken Kokoscreme von oben abnehmen – damit braten wir gleich wie mit Öl; das sorgt für Glanz und Aroma. Restliche Kokosmilch beiseitestellen.
  3. Currypaste rösten: Wok oder tiefe Pfanne auf mittlere bis hohe Hitze bringen. Öl und die abgenommene Kokoscreme hineingeben. Wenn es leicht blubbert, Currypaste einrühren und 2–3 Minuten rühren, bis sie intensiv duftet und sich grünliches Öl absetzt. Tipp: Dieser Moment – das „Öl‑Absetzen“ – ist der Schlüssel zu authentischem Geschmack.
  4. Fleisch anziehen lassen: Hähnchenscheiben hinzufügen und 1–2 Minuten rührbraten, bis die Oberfläche nicht mehr rosa ist. Nicht komplett durchgaren – das passiert im Curry.
  5. Ablöschen & köcheln: Restliche Kokosmilch und Wasser/Fond angießen, Kaffir‑Limettenblätter zufügen. Einmal aufkochen, dann auf mittlere Hitze reduzieren und 6–8 Minuten sanft köcheln lassen. Ziel: sämige, aber fließende Sauce. Wenn’s zu heftig kocht, wird die Kokosmilch grisselig – also lieber sachte simmern.
  6. Gemüse garen: Thai‑Auberginen/Zucchini und Bambussprossen einrühren, 3–5 Minuten mitköcheln, bis das Gemüse bissfest ist. Tipp: Thai‑Auberginen bleiben gern einen Hauch knackig – genau so soll es sein.
  7. Abschmecken wie in Thailand: Mit Fischsauce (salzig), Palmzucker (balanciert die Schärfe) und optional Limettensaft (frische Säure) würzen. Rühre nach jedem Schritt, koste und justiere: Das perfekte grüne Curry ist eine harmonische Balance aus scharf, salzig, leicht süß und kräuterfrisch. Konsistenz‑Check: Die Sauce sollte Löffelrücken dünn glasieren. Zu dünn? 1–2 Minuten offen einkochen. Zu dick? 2–3 EL Wasser zugeben.
  8. Finale Kräuterfrische: Herd aus. Thai‑Basilikum und Chili unterheben, 20–30 Sekunden ziehen lassen – nicht mehr kochen, sonst verliert das Basilikum sein Aroma.
  9. Servieren: Curry in Schalen füllen, mit Jasminreis servieren. Optional mit ein paar Basilikumblättern und einem Spritzer Limette toppen.

Varianten & Tipps

  • Vegetarisch/Vegan: Hähnchen durch festen Tofu oder Babymais + Zuckerschoten ersetzen. Fischsauce durch helle Sojasauce und einen Schuss Sojasauce mit Algen (oder vegane „Fischsauce“) ersetzen.
  • Mehr Schärfe: 1 TL fein gehackte grüne Thai‑Chili in Schritt 3 mit anrösten. Weniger Schärfe? Mit 2 EL zusätzlicher Kokosmilch oder einem Spritzer Limette ausbalancieren.
  • Gemüse‑Alternativen: Grüne Bohnen, Brokkolini oder Zuckerschoten passen hervorragend. Wichtig ist ein Mix aus zarten und knackigen Komponenten.
  • Currypaste: Qualität zählt! Authentische Thai‑Currypasten bringen Lemongras, Galgant, Kafirlimettenschale und grüne Chilies bereits perfekt abgestimmt mit. Bewahre angebrochene Paste luftdicht im Kühlschrank auf (hält Wochen) oder portioniere sie im Eiswürfelbehälter.
  • Reis wie vom Thai‑Imbiss: Nach dem Ruhen kurz durchschwenken und mit einem kleinen Schälchen locker formen – so wirkt der Teller wie im Restaurant.

Aufbewahrung & Meal Prep

Reste abkühlen lassen und luftdicht verschließen. Im Kühlschrank 2–3 Tage haltbar, vorsichtig auf mittlerer Hitze erwärmen. Kokosbasierte Currys lassen sich grundsätzlich auch einfrieren; Basilikum dann frisch beim Aufwärmen ergänzen.

Quellen & weiterführende Informationen (extern, SEO):
Wikipedia – Green curry: Ursprung & Varianten
Tourism Authority of Thailand – Thai Curry Guide
Serious Eats – Guide to Thai Curry Pastes

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