Frisch, frech, fantastisch: Som Tam ist Thailands berühmter Papaya‑Salat – ein echtes Geschmacksfeuerwerk aus süß, sauer, salzig und scharf. Ich habe ihn zum ersten Mal an einem Garküchen-Stand in Bangkok probiert und seitdem gehört er zu meinen Lieblingsrezepten für heiße Tage.
Zutaten (für 2–4 Personen)
- 500 g grüne, unreife Papaya (alternativ: feste Kohlrabi oder grüne Mango)
- 1 kleine Karotte (optional, für Farbe)
- 8–10 Kirschtomaten, halbiert
- 8–10 grüne Bohnen (Schnittbohnen oder yardlong beans), in 3 cm Stücke geschnitten
- 2–3 Knoblauchzehen
- 2–4 Thai-Chilis (nach Schärfetoleranz; entkernt für milder)
- 3 EL Fischsauce (oder helle Sojasauce für eine vegetarische/vegane Version)
- 3 EL frisch gepresster Limettensaft (ca. 2 Limetten)
- 2 EL Palmzucker (alternativ: brauner Zucker oder Kokosblütenzucker)
- 2 EL getrocknete Garnelen (optional; weglassen für vegetarisch/vegan)
- 3 EL grob gehackte, geröstete Erdnüsse
- 1–2 EL warmes Wasser (falls nötig, um den Zucker aufzulösen)
- Optional: 1–2 EL getoastete Reisflocken (Khao Khua) für extra Nussigkeit
Küchen-Setup
- Mörser & Stößel (ideal: Tonmörser mit Holzstößel; notfalls eine große Schüssel + Holzlöffel)
- Julienne-Schäler, Spiralschneider oder scharfes Messer
- Schneidebrett, Schüssel mit Eiswasser, Sieb
Zubereitung – Schritt für Schritt
- Papaya vorbereiten: Die grüne Papaya schälen, halbieren und die Kerne entfernen. Mit Julienne-Schäler in feine Streifen schneiden. Tipp: Lege die Streifen 5–10 Minuten in Eiswasser – das macht sie extra knackig. Danach gut abtropfen.
- Karotte & Bohnen: Karotte schälen und in feine Julienne schneiden. Bohnen in 3 cm Stücke schneiden. Beides beiseite stellen.
- Aromabasis mörsern: In den Mörser Knoblauch und Chilis geben. Mit dem Stößel sanft anstoßen, nicht zu Brei zermahlen – wir wollen aromatische Stückchen, keine Paste. Anfänger-Tipp: Halte den Stößel locker und klopfe rhythmisch, während du mit einem Löffel umschichtest.
- Würzen & ausbalancieren: Palmzucker, Fischsauce und Limettensaft hinzufügen. Kurz anstoßen und rühren, bis sich der Zucker löst. Falls nötig 1–2 EL warmes Wasser zugeben. Hier entsteht das „Herz“ des Salats: Schmecke ab. Das Verhältnis sollte zuerst sauer‑salzig sein, mit einer angenehmen Süße im Nachhall. Zu salzig? Mehr Limette. Zu sauer? Eine Prise Zucker. Zu süß? Ein Spritzer Fischsauce oder Limette.
- Tomaten & Bohnen: Bohnen und halbierte Tomaten in den Mörser geben. Tomaten nur leicht anstoßen, sodass sie Saft abgeben, aber nicht zerfallen. Die Bohnen dürfen ein bisschen „angeknackt“ werden – so nehmen sie besser Dressing auf.
- Papaya unterheben: Nun Papaya- (und Karotten-)Julienne hinzufügen. Mit Stößel und Löffel arbeiten: sanft anstoßen, hochheben, wenden. Ziel ist, die Fasern zu „massieren“, damit sie die Sauce aufsaugen, ohne matschig zu werden.
- Finish: Getrocknete Garnelen und 2 EL der Erdnüsse hinzufügen, kurz unterheben. Konsistenz-Check: Der Salat sollte saftig glänzen, aber nicht in Dressing schwimmen. Falls zu trocken, 1–2 TL Limettensaft ergänzen; falls zu flüssig, eine Minute weiter wenden, damit die Papaya mehr aufnimmt.
- Anrichten: Sofort servieren, mit restlichen Erdnüssen und optional Khao Khua bestreuen. Klassisch dazu: Klebreis oder Jasminreis und ein paar knackige Salatblätter.
Tipps, Varianten & Ersatz
- Ohne grüne Papaya? Kohlrabi oder grüne Mango liefern ähnlich frische Bissigkeit. Wichtig: sehr fein schneiden, sonst wirkt der Salat schwer.
- Vegan/Vegetarisch: Fischsauce durch helle Sojasauce oder vegane „Fish Sauce“ ersetzen, Garnelen weglassen. Für mehr Tiefe 1/2 TL helle Miso einrühren.
- Schärfe steuern: Chilis entkernen oder durch milde rote Chili ersetzen. Wer es sehr scharf mag, 1–2 extra Thai-Chilis samt Samen hinzufügen.
- Textur-Boost: Khao Khua (gerösteter, grob gemahlener Klebreis) bringt nussige Tiefe. Du kannst notfalls Sesam kurz anrösten und verwenden.
- Meal Prep: Papaya-Julienne kann man am Vortag schneiden und in kaltem Wasser im Kühlschrank lagern. Das Dressing jedoch frisch anrühren – so bleibt die Säure lebendig.
- Häufiger Anfängerfehler: Zu kräftiges Stampfen macht den Salat matschig. Denk an „anstoßen & wenden“, nicht an „zerquetschen“.
Servieren & Pairing
Som Tam liebt Kontraste: Serviere ihn mit gegrilltem Hähnchen (Gai Yang), Klebreis oder knusprigem Tofu. Ein eiskaltes, spritziges Getränk (Soda mit Limette) balanciert die Schärfe perfekt.
Quellen & weiterführende Infos (SEO):
• Som Tam – Hintergrund & Varianten (Deutsch): https://de.wikipedia.org/wiki/Som_Tam
• Som tam – Thai green papaya salad (Englisch): https://en.wikipedia.org/wiki/Som_tam
• Tourism Authority of Thailand – Thai Food Culture (Englisch): https://www.tourismthailand.org/



