Wenn der Duft von geröstetem Knoblauch und frisch gemörsertem weißen Pfeffer die Küche füllt, weißt du: Gleich wird es richtig gut. Moo Kratiem Prik Thai ist eines der bodenständigsten Gerichte Thailands – schnell, kräftig gewürzt und mit genau dem Wok‑Charme, der nach Feierabend glücklich macht.
Zutaten (für 2–4 Personen)
- 400 g Schweinehals oder -schulter, dünn gegen die Faser geschnitten (alternativ Hähnchenbrust oder fester Tofu)
- 10–12 Knoblauchzehen (idealerweise Thai-Knoblauch) – geschält
- 1½ TL weiße Pfefferkörner, frisch gemörsert (oder 1 TL gemahlener weißer Pfeffer)
- 2 EL neutrales Pflanzenöl (z. B. Erdnuss- oder Rapsöl)
- 1 EL Fischsauce
- 1 EL helle Sojasauce
- 1 EL Austernsauce
- 1 TL Palmzucker (oder feiner brauner Zucker)
- 2–3 EL Wasser oder leichte Hühnerbrühe
- Optional: 1 TL dunkle Sojasauce für Farbe
- Zum Servieren: frisch gekochter Jasminreis, Gurkenscheiben, Koriandergrün; optional ein thailändisches Spiegelei (Kai Dao)
Vorbereitung
- Knoblauch & Pfeffer vorbereiten: Knoblauch grob hacken. Weiße Pfefferkörner in einem Mörser fein zerstoßen. Gib zwei Drittel des Knoblauchs zusammen mit dem Pfeffer in den Mörser und zerkleinere beides zu einer groben Paste. Den restlichen Knoblauch separat beiseitestellen – der wird später knusprig angebraten.
- Fleisch marinieren: In einer Schüssel Fleisch mit der Knoblauch-Pfeffer-Paste, ½ EL Fischsauce und ½ EL heller Sojasauce mischen. 10–15 Minuten ziehen lassen. So nimmt das Fleisch das Aroma an und bleibt saftig.
- Soßenmix anrühren: In einem kleinen Becher Austernsauce, restliche Fisch- und helle Sojasauce, Zucker, Wasser/Brühe und optional dunkle Sojasauce verrühren, bis sich der Zucker auflöst.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Wok vorheizen: Einen Wok oder eine schwere Pfanne stark erhitzen, bis er richtig heiß ist. 2 EL Öl zugeben und kurz schwenken. Tipp: Ein Tropfen Wasser sollte zischend verdampfen – dann ist die Pfanne heiß genug für echtes Wok‑Aroma.
- Knuspriger Knoblauch: Den beiseitegestellten gehackten Knoblauch ins heiße Öl geben und bei mittlerer bis mittelhoher Hitze goldgelb braten. Dabei ständig rühren – der Moment zwischen goldgelb und verbrannt ist kurz! Den Knoblauch mit einem Schaumlöffel herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Das aromatisierte Öl bleibt in der Pfanne.
- Fleisch scharf anbraten: Hitze wieder hochdrehen. Das marinierte Fleisch in einer möglichst dünnen Lage in die Pfanne geben – lieber in zwei Durchgängen arbeiten, damit es brät statt zu köcheln. 1 Minute liegen lassen, damit es Farbe nimmt, dann umrühren und weitere 1–2 Minuten braten, bis die äußeren Ränder leicht karamellisieren.
- Ablöschen & glasieren: Den Soßenmix angießen. Alles kräftig schwenken, sodass das Fleisch gleichmäßig überzogen ist. 1–2 Minuten einköcheln lassen, bis die Sauce sirupartig am Fleisch haftet. Tipp: Wenn die Sauce große Blasen wirft und am Pfannenboden glänzend „klebt“, ist sie genau richtig; wird sie zu dick, einfach 1–2 EL Wasser nachgießen.
- Finale Würze: Den knusprigen Knoblauch zurück in die Pfanne geben, einmal untermischen und mit einer Prise frisch gemahlenem weißen Pfeffer abschmecken. Vom Herd ziehen.
Servieren & Anrichten
Moo Kratiem Prik Thai wird klassisch mit heißem Jasminreis serviert. Für Streetfood-Feeling: Ein Spiegelei in reichlich Öl bei hoher Hitze braten, bis die Ränder knusprig sind (Kai Dao), und on top setzen. Ein paar Gurkenscheiben und Korianderblättchen sorgen für Frische. Wer mag, stellt etwas Chili-Essig (Prik Nam Som) dazu – die Säure balanciert die Würze perfekt.
Tipps für das perfekte Ergebnis
- Weißen Pfeffer verwenden: Er liefert das typische, warm-zitronige Pfefferaroma thailändischer Küche. Schwarzer Pfeffer ist kräftiger und „erdiger“ – notfalls möglich, aber anders im Geschmack.
- Knoblauch-Textur: Ein Teil wird zur Paste verarbeitet (Tiefe und Würze), ein Teil wird knusprig gebraten (Crunch und Duft). Diese Kombi macht das Gericht.
- Hitze ist der Schlüssel: Zu viel Fleisch auf einmal kühlt die Pfanne ab. In Etappen braten, damit Röstaromen entstehen.
- Salzbalance: Fischsauce, Sojasauce und Austernsauce bringen Salz. Wird es zu salzig, mit etwas Wasser/Brühe strecken und kurz einköcheln lassen. Zu mild? Ein paar Tropfen Fischsauce zum Finish.
- Varianten: Mit Hähnchen (Gai Kratiem) oder Garnelen (Goong Kratiem) schmeckt es ebenso hervorragend; Tofu vorher trockenpressen und kräftig anbraten.
Warum dieses Rezept gelingt (SEO: authentisches thailändisches Rezept, schnell, Wokgericht)
Dieses Moo Kratiem Prik Thai setzt auf wenige, aber charakterstarke Zutaten: viel Knoblauch, frisch gemörserter weißer Pfeffer und die Umami‑Kombi aus Fischsauce, Sojasauce und Austernsauce. Mit hoher Hitze, kurzer Garzeit und einem leicht sirupartigen Glanz auf dem Fleisch bekommst du das typisch thailändische Wok‑Aroma – perfekt für ein alltagstaugliches, authentisches Thai‑Rezept.
Quellen (weiterführend, SEO-optimiert): Hot Thai Kitchen – authentische thailändische Kochtechniken · Serious Eats – Technik & Grundlagen zu Stir‑Fry · TasteAtlas – Thai Cuisine Überblick



