Mein Durian-Fund bei go asia
Manche Leute gehen für Brot zum Bäcker, ich gehe für Durian in den Asia-Supermarkt. Heute habe ich bei go asia eine Box ergattert: zwei Stücke (mit Samen), normale Größe, sauber versiegelt – Preis: 24,99 Euro. Und ja, ich muss zugeben: Egal wie gut sie die Verpackung abdichten, der Geruch schafft es, jedes Siegel auszutricksen. Kaum betritt man den Laden, verrät die Stinkfrucht ihre Präsenz – noch bevor die Box daheim die Kühltruhe sieht.
Für mich ist das die Königin der Früchte: cremig, süß, ein bisschen wie Vanillepudding mit einem pikanten Twist. Und weil’s Liebe ist, landet sie immer wieder im Korb – selbst wenn die Kassiererin schmunzelt und die Leute hinter mir neugierig die Nase rümpfen.
Preischeck und Baht-Umrechnung
Die 24,99 Euro sind – zumindest für meinen Kiez – ein fairer Kurs. Etwas günstiger als Mitte des Jahres kam mir der Einkauf auch vor. Für alle, die in Thailand mit Baht rechnen: Anfang Oktober 2025 lag der Euro grob zwischen 37,8 und 38,0 THB. Damit entspricht die Box je nach Tageskurs in etwa 945 bis 955 Baht. Für zwei ordentliche Stücke gefrorenes Durian-Fruchtfleisch ist das im Deutschland-Vergleich absolut im Rahmen.
Pro-Tipp aus Erfahrung: Wenn ihr verschiedene Marken seht (Monthong, Bua Luang, Asian Choice & Co.), lohnt sich ein Blick auf Gewicht und Zuschnitt. „Mit Samen“ sind die Stücke oft etwas günstiger als reine Filets, aber geschmacklich mag ich beides – Hauptsache, die Charge ist frisch gefroren und nicht x‑mal angetaut.
Wenn eine Frucht Einsatzpläne umwirft – Wiesbaden 2025
Dass Durian-Geruch gerne mit Gas verwechselt wird, ist kein Mythos. In Wiesbaden musste die Feuerwehr an einem Samstag im Oktober 2025 gleich mehrfach wegen gemeldeten Gasgeruchs ausrücken. Messgeräte schlugen nicht an, Gasanschluss gab es in dem betroffenen Einkaufszentrum keinen – die Ursache fand sich schließlich in einem asiatischen Supermarkt: frisch angelieferte Durian-Früchte. Später am Abend folgte sogar noch ein Einsatz in einem Wohnhaus, weil der markante Duft bis ins Treppenhaus zog. Die Einsätze wurden nach Belüftung jeweils beendet; gefährlich war es am Ende nicht – aber Gesprächsstoff gab’s reichlich.
Ich musste beim Lesen der Meldungen schmunzeln: Genau diese Mischung aus „Was ist das denn?“ und „Oh wow, lecker!“ liebe ich am Durian-Universum. Der Duft polarisiert, die Creme dahinter versöhnt. Kein Wunder also, dass man die Frucht in Hotels, Bussen oder Bahnen in Teilen Südostasiens lieber draußen lässt – der Geruch bleibt einfach hartnäckig.
So esse und lagere ich Durian zuhause (und halte Frieden mit den Nachbarn)
Damit nicht gleich jemand die Feuerwehr ruft, habe ich mir einen kleinen Durian‑Workflow angewöhnt:
- Gefroren kaufen, kühl heimbringen: Im Sommer mit Kühltasche, im Winter reicht der direkte Heimweg. Nicht im warmen Auto liegen lassen.
- Schonend auftauen: Im Kühlschrank 6–12 Stunden, je nach Größe der Stücke. Zimmertemperatur beschleunigt zwar, verstärkt aber auch die Duftwolke.
- Geruch managen: Luftdicht umpacken (Doppeltüte mit Clip oder Box mit Silikondichtung). Danach in eine weitere Box legen – klingt übertrieben, erspart aber Diskussionen am Briefkasten.
- Sauber genießen: Ich esse Durian pur, manchmal mit etwas Klebreis. Schneidebrett und Messer sofort spülen, Lappen direkt in die Waschmaschine. Kühlschrank mit Zitronenscheiben oder Kaffeepulver „entduften“.
- Reste einfrieren: Kleine Portionen in dichten Dosen. So bleibt die Textur am besten und der Geruch im Zaum.
Und ganz ehrlich: Wer Durian liebt, kennt das Ritual – und genießt am Ende umso bewusster. Ich hoffe trotzdem, dass meine Nachbarn im Apartment die Nase nicht zu tief in den Flur halten. Man weiß ja nie, wie empfindlich der Aufzug ist.
Warum ich Durian nie müde werde
Durian ist für mich kein „Snack“, sondern ein kleines Event. Es beginnt mit dem Sichten der Box im Tiefkühlregal, geht weiter mit dem taktischen Auftauen und gipfelt im ersten cremigen Löffel. Dass die Frucht dabei Schlagzeilen macht – von kuriosen Einsätzen bis zu „No Durian“-Schildern – gehört zur Story. Und genau diese widersprüchliche Aura macht sie so besonder: polarisierender Duft, himmlischer Geschmack.
Fazit des Tages: Zwei Stücke Durian für 24,99 Euro – gekauft bei go asia – sind mein persönliches Wochenhighlight. Ohne geht’s nicht. Und sollte der Hausflur heute ein bisschen nach „Fernost“ riechen: Es war nicht das Gas. Es war Liebe auf den ersten Biss.



