Manchmal braucht Glück nur drei Dinge: sonnenreife Mango, duftende Kokosmilch und samtigen Klebreis. Khao Niao Mamuang – Thailands geliebter Mango Sticky Rice – ist das Dessert, das an laue Bangkok‑Abende erinnert und dennoch zuhause in unter einer Stunde gelingt.
Zutaten (für 2–4 Personen)
– 200 g Klebreis (glutinous sticky rice, nicht durch Jasminreis ersetzen)
– 250 ml Kokosmilch (vollfett, gut geschüttelt)
– 40–60 g Zucker (traditionell Palmzucker, alternativ weißer Zucker; nach Geschmack)
– 1/4 TL feines Meersalz
– 1 Pandanblatt (optional, für duftende Note)
– 2 reife Mangos (z. B. Nam Dok Mai oder Ataulfo/Honigmango)
– 50 ml Kokoscreme (oder der feste Teil einer Dose Kokosmilch) für den Guss
– 1 TL Mais- oder Reismehl (zum Andicken der Soße)
– 1 Prise Salz für den Guss
– 2 EL geröstete Mungbohnen oder weiße Sesamsamen (optional, fürs Topping)
Zubereitung – Schritt für Schritt
1) Klebreis waschen & einweichen: Den Reis in einer Schüssel mit kaltem Wasser 3–4 Mal waschen, bis das Wasser klarer wird. Mit frischem Wasser bedecken und 4–8 Stunden (oder über Nacht) einweichen. Tipp bei Eile: Mit heißem, nicht kochendem Wasser 1–2 Stunden einweichen – die Textur wird gut, wenn auch minimal weniger perfekt.
2) Dämpf-Setup vorbereiten: Idealerweise einen Klebreis-Dämpfer oder Bambuskorb verwenden. Alternativ funktioniert ein normaler Topf mit Dämpfeinsatz oder ein feinmaschiges Sieb. Ein sauberes Geschirrtuch/ Mulltuch einlegen, damit keine Körner durchfallen. Wichtig: Der Reis wird gedämpft, nicht gekocht – das erhält die charakteristische Bissfestigkeit.
3) Reis dämpfen: Den abgetropften Reis ins Tuch geben, zu einem dünnen, gleichmäßigen „Kuchen“ verteilen. Bei kräftigem Dampf 20–25 Minuten dämpfen. Nach 10–12 Minuten den Reis einmal wenden, damit er gleichmäßig gart. Fertig ist er, wenn die Körner durchgehend opak und elastisch sind, aber nicht matschig.
4) Süße Kokosmischung anrühren: Während der Reis dämpft, 200 ml der Kokosmilch mit 40–60 g Zucker, 1/4 TL Salz und dem Pandanblatt in einem Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen, bis sich der Zucker gelöst hat und die Mischung dampft. Nicht kochen lassen – sonst trennt sich die Kokosmilch. Pandanblatt danach entfernen.
5) Reis „füttern“: Den noch heißen, gedämpften Reis in eine Schüssel geben und die warme Kokosmischung darüber gießen. Mit einem Löffel oder Reisspatel sanft unterheben (nicht rühren wie Risotto), bis alles gleichmäßig feucht ist. Abdecken und 10–15 Minuten ziehen lassen. Der Reis saugt die Flüssigkeit auf, wird glänzend und klebrig – genau so soll er sein.
6) Kokosguss kochen: 50 ml Kokoscreme mit 1 TL Stärke und einer Prise Salz glattrühren. Unter Rühren bei mittlerer Hitze erwärmen, bis die Soße leicht eindickt und den Löffel dünn überzieht (Nappe‑Konsistenz). Falls zu dick, mit 1–2 EL Kokosmilch verdünnen; falls zu dünn, wenige Sekunden länger sieden. Nicht stark kochen, damit sie seidig bleibt.
7) Mangos vorbereiten: Mangos schälen, längs am Kern vorbeischneiden und in fächerartige Spalten oder mundgerechte Stücke schneiden. Je reifer und duftender die Mango, desto weniger Zucker braucht der Reis.
8) Anrichten: Klebreis portionsweise auf Teller oder eine Platte geben (klassisch auf einem Stück Bananenblatt), Mango daneben fächern, mit dem Kokosguss beträufeln und nach Wunsch mit gerösteten Mungbohnen oder Sesam bestreuen. Sofort servieren – lauwarmer Reis, kühle Mango, seidige Soße: perfekter Kontrast.
Tipps, damit es garantiert gelingt
– Reiswahl: Nur echter Klebreis (glutinous) liefert die typische Elastizität. Jasmin- oder Sushi-Reis funktionieren nicht.
– Süße feinjustieren: Sehr reife Mangos = weniger Zucker in der Kokosmischung. Probieren Sie die warme Kokosmilch, bevor sie zum Reis kommt.
– Ohne Dämpfer? Ein feinmaschiges Metallsieb über einem Topf mit Dampf plus Geschirrtuch funktioniert hervorragend. Deckel schließen, damit der Dampf nicht entweicht.
– Pandan-Aroma: Ein einzelnes Pandanblatt verleiht subtile, blumige Noten wie in thailändischen Dessertküchen – optional, aber lohnend.
– Vorausplanen: Reis lässt sich 1 Tag vorher dämpfen. Vor dem Servieren 5 Minuten sanft über Dampf erwärmen und mit 1–2 EL Kokosmilch auffrischen. Mango immer frisch schneiden.
– Varianten: 10–20% schwarzen Klebreis untermischen (vorher separat einweichen) für nussige Farbe. Mit Sesam statt Mungbohnen bestreuen, wenn Sie keine Mungbohnen finden.
– Konsistenz-Check: Der „gefütterte“ Reis soll klebrig, aber körnig bleiben – nicht wie Milchreis. Zäh wird er, wenn er zu lange stark erhitzt oder mit zu wässriger Kokosmilch vermischt wird.
Servieren & Aufbewahrung
Am besten sofort genießen. Reste bis zu 24 Stunden im Kühlschrank lagern; Reis separat von Mango aufbewahren. Zum Aufwärmen den Reis kurz dämpfen oder in der Mikrowelle abgedeckt mit 1 EL Kokosmilch sanft erwärmen.
Quellen (klein & SEO)
– Mango Sticky Rice – Geschichte, Varianten & Zutaten (Wikipedia): https://en.wikipedia.org/wiki/Mango_sticky_rice
– Klebreis/Glutinous Rice – Eigenschaften & Zubereitung (Wikipedia): https://en.wikipedia.org/wiki/Glutinous_rice



