Warum du dieses Moo Ping Rezept lieben wirst
Wenn in Bangkok der Abend anbricht, duftet jede Gasse nach gegrilltem Fleisch und süßlich‑rauchigem Kokos – genau dort ist Moo Ping zuhause: zarte Schweinespieße, karamellisiert, saftig und unwiderstehlich. Dieses Rezept bringt den Streetfood‑Klassiker authentisch, aber küchentauglich zu dir – samt würzig‑saurer Nam‑Jim‑Jaew‑Sauce.
Zutaten (für 2–4 Personen, ca. 8–10 Spieße)
Für Moo Ping
- 600 g Schweineschulter (oder Nacken), in 0,5 cm dünne Scheiben geschnitten
- 10–12 Bambusspieße, 20–30 Minuten in Wasser eingeweicht
- 1 EL neutrales Öl (für Grill/ Pfanne)
Marinade
- 5 Knoblauchzehen
- 2 Korianderwurzeln (oder 10–12 Korianderstiele), grob gehackt
- 1 TL weißer Pfeffer, gemahlen
- 2 EL Austernsauce
- 1½ EL helle Sojasauce
- ½ EL dunkle Sojasauce
- 2½ EL Palmzucker (oder brauner Zucker), fein gehackt
- 60 ml Kokosmilch (¼ Tasse), plus etwas extra zum Bestreichen
- 1 EL Tapiokastärke oder Speisestärke (optional, sorgt für glasierten Look)
Nam Jim Jaew (würzig‑saure Tamarinden‑Dip‑Sauce)
- 2 EL Tamarindenpaste
- 2 EL Fischsauce
- 2 EL Limettensaft
- 1–2 EL Palmzucker (nach Geschmack)
- 1–1½ EL geröstete Chiliflocken (Schärfe nach Wunsch)
- 2 TL geröstetes Reispulver (Khao Khua, siehe Anleitung)
- 1 kleine Schalotte, fein in Ringe geschnitten
- 1 EL Frühlingszwiebel, fein geschnitten
Schritt‑für‑Schritt: So gelingt Moo Ping wie in Thailand
1) Spieße vorbereiten: Bambusspieße in Wasser einweichen – so verbrennen sie auf dem Grill nicht. Jetzt schon das Fleisch quer zur Faser in dünne Scheiben schneiden; die dünne Schnittstärke ist wichtig für zarten Biss und schnelle, gleichmäßige Garung.
2) Marinade anrühren: Knoblauch, Korianderwurzel/-stiele und weißen Pfeffer in Mörser oder Mixer zu einer feinen Paste verarbeiten. In einer Schüssel mit Austernsauce, heller und dunkler Sojasauce, Palmzucker, Kokosmilch und (optional) Stärke verrühren, bis sich der Zucker auflöst. Tipp: Stärke sorgt dafür, dass die Marinade beim Grillen leicht glasig am Fleisch haftet.
3) Fleisch marinieren: 2–3 EL der Marinade in ein separates Schälchen geben (für späteres Bestreichen, wichtig wegen Hygiene). Restliche Marinade mit dem Fleisch gründlich vermengen und mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank ziehen lassen. Je länger, desto saftiger und aromatischer werden die Spieße.
4) Nam Jim Jaew ansetzen: Für das charakteristische Röstaroma röstest du 2–3 EL rohen Klebreis (oder Jasminreis) in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten, bis er goldbraun duftet. Nach dem Abkühlen grob mörsern – die Körnung sollte an grob gemahlenen Kaffee erinnern. Tamarindenpaste, Fischsauce, Limettensaft und Palmzucker verrühren, bis sich der Zucker löst. Chiliflocken, Schalotte, Frühlingszwiebel und 2 TL Reispulver unterheben. Abschmecken: Die Sauce soll süß‑sauer‑salzig und angenehm scharf sein; mit Limette oder Zucker balancieren. Konsistenz‑Tipp: Sie darf leicht sirupartig sein und gut an Fleisch haften.
5) Aufspießen: Fleischscheiben locker „fächerförmig“ auf die eingeweichten Spieße ziehen und dabei etwas zusammenschieben – so bleibt das Fleisch beim Garen saftig. Überschüssige Marinade abstreifen (brennt sonst zu schnell an).
6) Grillen (oder Pfanne/Ofen): Grill oder Grillpfanne stark vorheizen, Rost leicht einölen. Spieße bei mittlerer bis hoher Hitze 2–3 Minuten pro Seite grillen. Zwischendurch mit der beiseitegestellten Marinade und einem Schuss Kokosmilch bestreichen – das sorgt für Glanz und die typische karamellige Note. Fertig sind sie, wenn die Ränder leicht gebräunt sind, der Kern saftig und kein Rosa mehr sichtbar ist (Gesamtzeit ca. 6–8 Minuten, je nach Dicke). Kein Grill? Unter dem Ofen‑Grill (höchste Stufe) auf einem Gitter 7–9 Minuten, einmal wenden; in der Airfryer‑Variante bei 200 °C 8–10 Minuten, in den letzten 2 Minuten mit Kokosmilch bestreichen.
7) Ruhen & servieren: Spieße 2 Minuten ruhen lassen, dann mit Nam Jim Jaew und Klebreis (Khao Niao) servieren. Die leichte Süße der Marinade und der rauchige Grillton harmonieren perfekt mit der säuerlich‑würzigen Sauce.
Tipps & Varianten
- Korianderwurzel nicht gefunden? Nimm die unteren, kräftigen Stiele – sie bringen ein ähnliches, erdig‑zitroniges Aroma.
- Saftigkeit sichern: Schweineschulter/Nacken hat genug Fett für zarte, saftige Spieße. Magere Cuts neigen zum Austrocknen.
- Bräunung kontrollieren: Zucker in der Marinade karamellisiert schnell – lieber mittlere Hitze wählen und häufiger wenden, statt „Vollgas“ zu geben.
- Schärfe feinjustieren: In der Sauce mit Chili vorsichtig starten. Mehr Schärfe? Chiliflocken oder etwas geröstetes Chilipulver nachlegen.
- Meal‑Prep‑Tipp: Roh marinierte Spieße lassen sich hervorragend einfrieren. Über Nacht im Kühlschrank auftauen, dann frisch grillen.
Servieren & Aufbewahren
Moo Ping schmeckt am besten frisch vom Grill – dazu Klebreis, Gurkenscheiben und Kräuter. Reste im Kühlschrank bis zu 2 Tage luftdicht lagern; kurz in der Pfanne mit einem Spritzer Wasser und Deckel erwärmen, so bleibt es saftig.
Quellen & weiterführende Infos
Für dieses Moo‑Ping‑Rezept und die Nam‑Jim‑Jaew‑Sauce haben wir uns von traditionellen Zubereitungen inspirieren lassen und die Schritte für die heimische Küche optimiert. Mehr Hintergründe und Varianten findest du hier: Thai Grilled Pork Skewers (Moo Ping) – Rachel Cooks Thai · Moo Ping – Sticky Rice Thai Kitchen · Moo Ping – Thai Caliente · Nam Jim Jaew – RecipeTin Eats.



