Auf thailändischen Märkten wandern sie im Ein-Biss-Tempo von der Hand direkt ins Herz: Miang Kham – kleine Blattpäckchen, die beißen, knuspern, duften und in Sekunden süß, salzig, sauer und scharf vereinen. Dieses Rezept bringt dir den Streetfood‑Liebling ganz unkompliziert nach Hause – perfekt als Vorspeise, Party-Snack oder leichtes Abendessen.
Zutaten (für 2–4 Personen)
– 20–24 essbare Blätter zum Wickeln: ideal Cha‑Plu (wilde Pfefferblätter, „wild betel“), ersatzweise Babyspinat, zarte Romanasalat‑Herzen oder große Basilikumblätter
– 1 Bio‑Limette, ungeschält, entkernt und in 3–4 mm kleine Würfel geschnitten (Schale bleibt dran!)
– 40 g frischer Ingwer, sehr fein gewürfelt
– 2 Schalotten, in feine Würfel
– 1–2 Thai‑Chilis (Bird’s Eye), in feine Ringe (nach Schärfewunsch)
– 40 g geröstete Erdnüsse, grob gehackt
– 40 g ungesüßte Kokosraspel
– 1–2 Stängel Zitronengras (nur das zarte Innere), sehr fein gewürfelt (optional, aber klassisch)
– 2 EL kleine getrocknete Garnelen (optional)
Für die Miang‑Kham‑Sauce:
– 80 g Palmzucker (oder brauner Zucker)
– 80 ml Wasser
– 2 EL Fischsauce (für vegetarisch/vegan: 2 EL helle Sojasauce + 1 TL Miso, optional)
– 1 EL Tamarindenpaste (Konzentrat)
– 1 TL Garnelenpaste/Kapi (optional)
– 1 Scheibe Galgant oder 1 Kaffirlimettenblatt (optional, für Duft)
– 1 EL der gerösteten Kokosraspel, sehr fein gemahlen
– 1 EL geröstete Erdnüsse, sehr fein gemahlen
Zum Anrichten:
– ein paar Kaffirlimettenblätter in feinen Streifen, Chilistreifen, Limettenspalten
Zubereitung – Schritt für Schritt
1) Kokos rösten: Eine kleine Pfanne ohne Fett auf mittlere Hitze bringen. Kokosraspel 3–5 Minuten unter ständigem Rühren goldbraun rösten, bis sie nussig duften. Sofort auf einen Teller geben, damit sie nicht nachbräunen. 1 EL davon zusammen mit 1 EL Erdnüssen sehr fein mahlen (Mörser oder Mixer) – das bindet später die Sauce.
2) Sauce kochen: Wasser und Palmzucker bei mittlerer Hitze im Topf schmelzen. Fischsauce, Tamarindenpaste und – falls verwendet – Garnelenpaste zugeben. Mit Galgant/Kaffir limettenblatt 4–6 Minuten sanft köcheln, bis ein sirupartiger Glanz entsteht. Konsistenztest: Ein Löffelrücken sollte dünn überzogen sein; ein Tropfen, der auf einen Teller fällt, soll zähflüssig bleiben. Jetzt die fein gemahlene Kokos‑Erdnuss‑Mischung einrühren – sie macht die Sauce samtig und haftfähig. Aromaten herausfischen, Sauce abkühlen lassen (lauwarm bis kühl, dann klebt sie perfekt). Abschmecken: süß (Zucker), salzig (Fischsauce/Soja), sauer (Tamarinde) in Balance – bei Bedarf in kleinen Schritten nachjustieren.
3) Toppings vorbereiten: Limette heiß abwaschen, Enden abschneiden, längs vierteln, Kerne entfernen. Mit Schale in winzige Würfel schneiden – die Schale bringt Bitternoten und intensive Zitrusaromen ins Spiel. Ingwer und Schalotten sehr fein würfeln, Chilis in Ringe schneiden, Erdnüsse grob hacken, Zitronengras fein würfeln (nur das zarte Innere), getrocknete Garnelen bereitstellen. Alle Komponenten in kleinen Schälchen bereithalten – so entsteht ein „Bausatz“, der Spaß macht.
4) Blätter parat machen: Cha‑Plu‑ oder Ersatzblätter waschen und gründlich trocken tupfen. Bei kleineren Spinatblättern zwei übereinander legen – das hält besser. Glänzende Seite nach unten, Stielspitze zeigt zu dir.
5) Füllen & falten: Auf jedes Blatt je eine Prise der Zutaten geben: Limettenwürfel, Ingwer, Schalotte, Chili, Erdnüsse, Kokos, (Zitronengras und Garnelen nach Wunsch). 1/2–1 TL Sauce darüber geben. Nun die Seiten einfalten, unten hochklappen und zu einem kleinen, prallen Päckchen schließen. Miang Kham werden in einem Bissen gegessen – genau das macht den Kick der Geschmacksexplosion aus.
Tipps & Varianten
– Gleichgewicht merken: Starte als Faustregel mit 3 Teilen süß, 2 Teilen salzig, 1 Teil sauer – dann individuell feinjustieren. So findest du schnell „dein“ Miang‑Kham‑Profil.
– Vegetarisch/vegan: Fischsauce durch helle Sojasauce ersetzen, 1 TL Miso für Umami, Garnelenpaste und getrocknete Garnelen weglassen.
– Ersatz für Cha‑Plu: In Asialäden manchmal als „betel leaves“ gelabelt. Alternativen: Babyspinat, junge Romanablätter, Shiso oder milder Radicchio (für leichte Bitternote). Wichtig ist Stabilität und frisches Aroma.
– Nussfrei: Erdnüsse durch geröstete Cashews oder gerösteten schwarzen Sesam ersetzen.
– Meal‑Prep: Sauce und geröstete Kokosraspel lassen sich 1 Woche im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren die Sauce kurz anwärmen, damit sie wieder geschmeidig wird.
– Schärfe steuern: Chilis separat servieren – so können alle am Tisch ihre persönliche „Feuerstufe“ wählen.
Servieren & Anrichten
Richte alle Komponenten farbenfroh auf einem großen Teller oder Bananenblatt an: Blätter, Schälchen mit Toppings, lauwarme Sauce, Limettenspalten. Ideal zu Aperitif, Picknick, Grillabend oder als frischer Auftakt zu Curry & Wokgerichten. Getränketipp: Eiskalter Jasmintee oder ein leichtes Lager unterstreichen die Kräuteraromen.
Häufige Fragen (kurz)
– Kann ich die Limettenschale wirklich mitessen? Ja – in sehr kleinen Würfeln liefert sie ätherische Öle, Zitrusduft und die typische Miang‑Kham‑Magie.
– Warum wird die Sauce manchmal zu fest? Zu lange gekocht. Mit wenigen Tropfen heißem Wasser glatt rühren, bis sie wieder löffelhaft ist.
Quellen (SEO): https://en.wikipedia.org/wiki/Miang_kham | https://hot-thai-kitchen.com/miang-kham/



