Panang Curry ist die samtige, leicht nussige Schwester des roten Thai-Currys – cremig, wohlriechend und überraschend einfach zu Hause gekocht. Ich erinnere mich noch an meinen ersten Löffel in einem kleinen Streetfood-Stand in Bangkok: Limettenblattduft in der Luft, ein Hauch Chili – und diese unwiderstehliche Kokoscreme.
Zutaten (für 2–4 Personen)
- 400–500 g Hähnchenschenkel ohne Knochen (oder Tofu, fest), in mundgerechte Stücke
- 2–3 EL Panang-Currypaste (je nach gewünschter Schärfe)
- 400 ml Kokosmilch, ungesüßt und vollfett
- 6 Kaffir-Limettenblätter (frisch oder tiefgekühlt), entnervt und in feine Streifen geschnitten
- 1–2 EL Fischsauce (oder Sojasauce für eine vegane Variante)
- 1 EL Palmzucker (alternativ brauner Zucker)
- 1–2 EL geröstete, fein gemahlene Erdnüsse (optional, für die typische Panang-Note)
- 1 Handvoll Thai-Basilikumblätter
- 1 rote Chili in feinen Ringen (optional, zum Garnieren)
- 1–2 TL neutrales Öl (nur falls sich die Kokosmilch nicht „absetzt“)
- Beilage: Duftender Jasminreis
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Panang Curry kochen
- Vorbereiten: Reis waschen und nach Packungsangabe garen. Hähnchen trocken tupfen und in gleichmäßige Würfel schneiden, damit alles gleichzeitig gart. Kaffir-Limettenblätter längs falten, die dicke Mittelrippe herausziehen, dann in feine Streifen schneiden. Thai-Basilikum zupfen.
- Kokoscreme „cracken“: Öffne die Kokosmilch, rühre die Dose NICHT durch. Schöpfe die dicke Kokoscreme von oben in eine große Pfanne oder Wok. Erhitze sie auf mittelhoher Hitze, bis sie sanft köchelt und sich winzige Öltropfen absetzen (2–4 Minuten). Tipp: Falls deine Kokosmilch sehr homogen ist und sich kein Öl trennt, gib 1–2 TL neutrales Öl dazu – so entfaltet die Currypaste ihr Aroma optimal.
- Currypaste anrösten: Rühre die Panang-Currypaste in die Kokoscreme ein. 1–2 Minuten rühren, bis es intensiv duftet und die Paste dunkler wird. Achtung: Nicht anbrennen lassen – die Hitze lieber etwas reduzieren und stetig rühren.
- Fleisch/Tofu garen: Hähnchenstücke dazugeben und rundum in der Gewürzcreme schwenken. 2–3 Minuten anbraten, bis die Oberfläche leicht anzieht. Bei Tofu: Würfel rundherum goldbraun anbraten, erst dann in die Paste geben, damit sie nicht zerfallen.
- Saucenbasis aufbauen: Die restliche Kokosmilch angießen und gut verrühren. Palmzucker, 1 EL Fischsauce und die Hälfte der Limettenblatt-Streifen zugeben. Kurz aufkochen, dann die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren und das Curry 8–10 Minuten sanft köcheln lassen. Ziel: eine cremige, leicht sämige Konsistenz, die einen Löffel dünn überzieht. Wenn es zu dick wird, mit etwas Wasser oder Kokosmilch verlängern.
- Panang-Charakter abrunden: Optional die gemahlenen, gerösteten Erdnüsse einrühren – sie geben dem Curry diese typische, runde Nussigkeit. Abschmecken: mit weiterer Fischsauce für mehr Umami/Salz, mit Palmzucker für Balance. Panang schmeckt harmonisch: nie pappsüß, aber auch nicht zu salzig – die Schärfe soll angenehm wärmen.
- Finale Frische: Kurz vor dem Servieren die restlichen Limettenblatt-Streifen und die Thai-Basilikumblätter unterrühren. Nicht lange mitkochen – die ätherischen Öle sollen frisch bleiben. Wer es feuriger mag, gibt jetzt die Chiliringe dazu.
- Servieren: Mit Jasminreis in Schälchen anrichten. Ein paar Tropfen Kokosmilch und ein paar Basilikumblätter obendrauf sehen schön aus. Tipp für perfekte Textur: Das Curry dickt beim Stehen nach. Wird es zu fest, mit 1–2 EL heißem Wasser glatt rühren.
Tipps für Einsteiger:
- Die richtige Paste: Panang-Currypaste ist milder und nussiger als rote Currypaste. Prüfe das Etikett: Enthält sie Kaffir-Limettenschale? Das ist ein gutes Zeichen.
- Schärfe steuern: Nimm mit 2 EL Paste mild bis mittel; mit 3 EL wird’s authentisch würzig. Du kannst immer noch am Ende leicht nachlegen.
- Fleischwahl: Hähnchenschenkel bleiben saftiger als Brust. Für Rind dünne Scheiben (z. B. Hüfte) nur 3–5 Minuten simmern, damit sie zart bleiben.
- Ohne Fischsauce: Für eine vegane Version Sojasauce oder helle Tamari nutzen, Tofu anbraten und ggf. Gemüse wie grüne Bohnen, Kürbis oder Babymais ergänzen.
Aufbewahrung & Meal Prep: Reste halten gut abgedeckt 2–3 Tage im Kühlschrank und lassen sich in der Pfanne bei niedriger Hitze mit einem Schluck Wasser oder Kokosmilch sanft erwärmen. Currys gewinnen am nächsten Tag oft sogar an Tiefe – perfekt für Lunchboxen.
Quellen und weiterführende Infos: Hintergrund zu Panang Curry (Wikipedia) • Technik & Aromatik: Panang Curry von Hot Thai Kitchen • Rezeptinspiration und Variationen (Serious Eats)



