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Gaeng Phed Ped Yang: Rotes Thai‑Curry mit knuspriger Ente, Lychee & Ananas

Es gibt Gerichte, die nach dem ersten Löffel direkt Fernweh auslösen – Gaeng Phed Ped Yang gehört dazu. Das rote Thai‑Curry mit knuspriger Ente, süßen Lychees und sonnengereifter Ananas schmeckt wie ein Spaziergang durch einen Bangkok‑Markt: aromatisch, bunt, ein bisschen wild – und überraschend einfach zuhause.

Zutaten (für 2–4 Personen)

  • 2 Entenbrüste mit Haut (insg. ca. 350–450 g) ODER 350–450 g bereits gegarte, knusprige Ente
  • 400 ml Kokosmilch (1 Dose), ungeschüttelt: dicke Kokoscreme oben abheben
  • 2–3 EL rote Thai‑Currypaste (je nach gewünschter Schärfe)
  • 1 EL neutrales Öl (nur falls sich die Kokoscreme nicht trennt)
  • 200 g Ananas, in mundgerechten Stücken (frisch; zur Not aus der Dose, gut abgetropft)
  • 150 g Lychees (frisch oder aus der Dose, abgetropft)
  • 8–10 Kirschtomaten, halbiert (optional, gibt Frische)
  • 4–5 Kaffir‑Limettenblätter, Mittelrippe entfernen, fein streifen
  • 1 Handvoll Thai‑Basilikum (Horapa)
  • 2–3 EL Fischsauce
  • 1–2 EL Palmzucker (oder brauner Zucker)
  • 1 rote Chili in feinen Ringen (optional)
  • 1–2 TL Limettensaft (optional, für die Balance)
  • 250–300 g Jasminreis als Beilage

Vorbereitung: Ente knusprig, Reis fluffig

Jasminreis waschen, bis das Wasser klar ist, dann nach Packungsangabe garen und warm halten. Für knusprige Entenbrust die Haut rautenförmig einschneiden (nicht ins Fleisch), leicht salzen. In einer kalten, beschichteten Pfanne ohne zusätzliches Fett bei mittlerer Hitze auf die Hautseite legen. Das Fett langsam auslassen: 8–10 Minuten, bis die Haut goldbraun und knusprig ist. Wenden und je nach Dicke 3–5 Minuten weiterbraten, dann 5 Minuten ruhen lassen. In Scheiben schneiden. Bereits gegarte Ente kurz bei 200 °C Umluft 6–8 Minuten aufknuspern.

Kochen: Die Curry‑Basis aufbauen

  1. Kokoscreme „cracken“: Die feste Kokoscreme aus der Dose in einen Wok oder eine breite Pfanne geben und bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten sachte köcheln, bis sich etwas Öl absetzt. Das ist das Aroma‑Turbo‑Stadium. Trennt sich die Creme nicht, 1 EL Öl zugeben.
  2. Currypaste rösten: 2–3 EL rote Currypaste einrühren und 1–2 Minuten rühren, bis sie glänzt und intensiv duftet. Tipp: Wenn die Paste am Pfannenboden leicht „schlieren“ zieht, ist sie bereit für Flüssigkeit.
  3. Mit Kokosmilch aufgießen: Die restliche Kokosmilch (ca. 300–320 ml) nach und nach einrühren. Kurz aufkochen, dann auf mittlere Hitze reduzieren. 2–3 Minuten sanft köcheln lassen, damit sich die Aromen verbinden.
  4. Abschmecken – die heilige Dreifaltigkeit: Mit 2 EL Fischsauce und 1 EL Palmzucker starten. Jetzt probieren: Es sollte eine runde Balance aus salzig, süß, scharf und cremig sein. Später bei Bedarf nachjustieren.
  5. Frucht und Frische: Ananasstücke und Kirschtomaten zugeben, 2 Minuten köcheln. Lychees erst später einlegen, damit sie nicht zerfallen.
  6. Kaffir & Chili: Limettenblätterstreifen und Chili einrühren und 1 Minute ziehen lassen – die Zitrusöle machen das Curry leuchtend.
  7. Ente einziehen lassen: Entenscheiben (Haut nach oben, damit sie trocken bleibt) in die Sauce legen und 1–2 Minuten warmziehen lassen. Jetzt die Lychees behutsam unterheben.
  8. Finale & Konsistenz: Thai‑Basilikum untermischen, optional 1 TL Limettensaft. Konsistenz‑Check: Zieht die Sauce einen zarten Film auf dem Löffelrücken, ist sie perfekt. Zu dick? Mit etwas Wasser oder Kokosmilch verdünnen. Zu dünn? 1–2 Minuten offen einköcheln.

Servieren & Tipps

  • Anrichten: Curry in Schalen füllen, Entenhaut nach oben, mit Basilikum und wenigen Chiliringe toppen. Mit heißem Jasminreis servieren.
  • Schärfe steuern: Currypasten variieren stark. Lieber mit 2 EL starten; nachwürzen kann man immer.
  • Süße ausbalancieren: Ananas und Lychee bringen Fruchtzucker – Palmzucker behutsam dosieren, damit das Curry nicht „dessertig“ wirkt.
  • Ohne Ente: Für eine schnelle Alltagsversion ersetze die Ente durch gebratene Hähnchenbrust, Tofu (in Stärke gewendet und knusprig gebraten) oder Aubergine.
  • Vornaschen erlaubt: Ein kleiner Löffel der Sauce vor dem Servieren sagt dir, ob noch ein Spritzer Fischsauce (Tiefe) oder Limette (Frische) fehlt.

Aufbewahrung

Das Curry (ohne Entenhaut) hält im Kühlschrank luftdicht 2 Tage. Ente separat kühl lagern und kurz vor dem Servieren im Ofen wieder knuspern. Kokossaucen ziehen nach – am Folgetag ggf. mit etwas Wasser lockern und neu ausbalancieren.

Quellen & weiterführende Infos (SEO): Authentic Gaeng Phed Ped Yang – Hot Thai Kitchen · Thai Red Curry Basics – TastyThais · Guide zu Thai‑Currys – Tourism Thailand

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