Man sagt, Khao Mok Gai ist Thailands Antwort auf Biryani – ein duftender Reisberg, der Hähnchen, Gewürze und Kokosmilch zu purem Wohlfühlessen vereint. Dieses Gericht verbindet südthailändische Einflüsse mit muslimischer Küche – golden von Kurkuma, zart im Biss und voller Wärme.
Zutaten (für 3–4 Portionen)
- 800 g Hähnchenschenkel mit Knochen (oder 700 g Hähnchenkeulen ohne Knochen)
- 400 g Jasminreis (ca. 2 Tassen), gründlich gewaschen
- 1 große Zwiebel, fein gewürfelt
- 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 20 g Ingwer, fein gehackt
- 3–4 Korianderwurzeln oder -stiele, gehackt
- 2 EL neutrales Öl
- 1 Zimtstange, 4 grüne Kardamomkapseln, 2 Sternanis
- 1 TL Kurkuma (gemahlen), je 1 TL Kreuzkümmel und Koriandersaat (gemahlen), 1/2 TL weißer Pfeffer
- 200 ml Kokosmilch
- 350–400 ml Hühnerfond oder Wasser (siehe Tipp zur Flüssigkeitsmenge)
- 2 EL Fischsauce, optional 1 EL helle Sojasauce
- 1–2 TL Zucker (braun oder palmzucker)
- Salz nach Geschmack
- Zum Servieren: knusprige Röstzwiebeln (Fried Shallots), Limettenspalten, Gurkenscheiben, frischer Koriander
Grüne Dipsauce (Nam Jim, optional): 1 Knoblauchzehe, 2–3 Korianderstiele, 1–2 grüne Thai-Chilis (nach Schärfewunsch), 2 EL Limettensaft, 2 EL Fischsauce, 1 TL Zucker, 1 EL Wasser.
So gelingt Khao Mok Gai – Schritt für Schritt
- Reis vorbereiten: Jasminreis in einer Schüssel mit kaltem Wasser 3–4 Mal waschen, bis das Wasser fast klar ist. 10–15 Minuten in frischem Wasser einweichen, dann abgießen. So wird der Reis später locker und nicht klumpig.
- Hähnchen marinieren: In einer Schüssel Knoblauch, Ingwer, Korianderwurzeln/-stiele, Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriander, weißen Pfeffer, 1 EL Fischsauce, 1 TL Zucker und eine Prise Salz mischen. Hähnchen gründlich darin wenden und 20–30 Minuten (oder bis zu 2 Stunden im Kühlschrank) marinieren.
- Zwiebeln glasig braten: In einem großen, schweren Topf (idealerweise mit gut schließendem Deckel) Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebel mit 1 Prise Salz 5–7 Minuten braten, bis sie glasig und leicht gold wird. Tipp: Nicht zu heiß braten, sonst werden die Zwiebeln dunkel, bevor sie weich sind.
- Gewürze wecken: Zimtstange, Kardamom und Sternanis zugeben, 30–60 Sekunden rühren, bis alles duftet. Das weckt die ätherischen Öle und vertieft den Geschmack.
- Hähnchen anrösten: Hitze etwas erhöhen, Hähnchenteile mit der Hautseite nach unten 2–3 Minuten anrösten, bis leichte Röstaromen entstehen. Herausnehmen und beiseitestellen. Röstaromen am Topfboden sind erwünscht – sie geben später Tiefe.
- Reis anschwitzen: Eingeweichten Reis in den Topf geben und 1–2 Minuten im Gewürz-Zwiebel-Öl wenden, bis die Körner glänzen. So wird der Reis körnig und nimmt die Aromen auf.
- Flüssigkeit zugeben: Kokosmilch und 350 ml Fond angießen, restliche 1 EL Fischsauce, ggf. Sojasauce und 1 TL Zucker einrühren. Einmal kräftig umrühren, damit nichts am Boden ansetzt. Tipp zur Flüssigkeit: Für 2 Tassen Reis sind insgesamt 550–600 ml Flüssigkeit ideal, da das Hähnchen zusätzlich Saft abgibt. Wenn dein Topf sehr dicht schließt, reichen 550 ml; bei weniger dichtem Deckel eher 600 ml.
- Schichten und garen: Hähnchen auf den Reis legen (Hautseite nach oben). Zum Kochen bringen, dann sofort auf die kleinste Stufe reduzieren, Deckel aufsetzen und 18–20 Minuten sanft garen. Nicht öffnen – der Dampf erledigt die Arbeit.
- Ruhen lassen: Herd ausschalten und den Topf 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen. In dieser Zeit setzt sich der Dampf, der Reis wird locker und die Körner bleiben ganz.
- Dipsauce mixen (optional): Für Nam Jim Knoblauch, Korianderstiele und Chilis fein hacken oder im Mörser zerstoßen. Mit Limettensaft, Fischsauce, Zucker und Wasser verrühren. Geschmack abgleichen: salzig-säuerlich mit einer leichten Süße – genau so soll sie sein.
- Servieren: Zimt, Kardamom und Sternanis entfernen. Reis mit einer Gabel auflockern, Hähnchen darauf betten. Mit Röstzwiebeln, Koriander, Gurkenscheiben und Limette servieren, dazu die grüne Sauce reichen.
Tipps & Fehlervermeidung
- Locker statt matschig: Reis vorab waschen und kurz anschwitzen – so bleibt er körnig. Zu viel Flüssigkeit macht ihn weich; halte dich an die 550–600 ml.
- Gewürzbalance: Kurkuma bringt Farbe, Kreuzkümmel und Koriander die typische Thai‑Biryani‑Note. Wer es eleganter mag, gibt nur eine halbe Zimtstange.
- Kein Korianderwurzel? Nimm die unteren 5–6 cm der Stiele plus zusätzliche Blätter für das Finish.
- Backofen-Variante: Nach Schritt 8 Topf (ofenfest) bei 180 °C Ober-/Unterhitze 20 Minuten im Ofen garen; 10 Minuten ruhen lassen.
Was passt dazu?
Frische Gurkenscheiben, ein einfacher Achat‑Gurkensalat (Essig, Zucker, Salz, Chili) oder eine schnelle Tomatensalsa harmonieren wunderbar. Wer’s üppig mag, serviert dazu ein Spiegelei – ganz im thailändischen Street‑Food‑Stil.
Aufbewahrung & Meal Prep
- Im Kühlschrank luftdicht bis zu 3 Tage haltbar. Beim Aufwärmen 1–2 EL Wasser zugeben und sanft dämpfen/mikrowellen.
- Hähnchen und Reis lassen sich getrennt einfrieren (bis 2 Monate). Vor dem Servieren kurz unter den Grill geben, damit die Haut wieder leicht röstet.
Weiterführende Quellen und Inspiration (SEO): Hot Thai Kitchen – Khao Mok Gai Rezept • Serious Eats – Thai Chicken Biryani (Khao Mok Gai) • TasteAtlas – Khao Mok Gai Überblick



