Wenn in Bangkok die Woks singen, gibt es ein Gericht, das immer wieder gelb aufblitzt: Pad Pong Karee – ein cremiges Thai‑Curry aus dem Wok, gebunden mit Ei und duftendem Currypulver. Die Geschichte erzählt man sich so: Chinesische Woktechnik trifft thailändische Gewürzliebe – heraus kommt ein Seelenwärmer, der in wenigen Minuten auf dem Tisch steht.
Zutaten (für 2–4 Personen)
Protein & Gemüse
- 350–400 g Garnelen (geschält, entdarmt; mittelgroß)
- 1 kleine Zwiebel (in feine Spalten)
- 1 rote Paprika (in dünne Streifen)
- 2–3 Frühlingszwiebeln (in 3 cm Stücke)
- 1 Handvoll Thai‑Sellerie oder glatte Petersilie (grob gehackt)
- 2–3 Knoblauchzehen (fein gehackt)
- 1 rote Thai‑Chili (optional, in feine Ringe)
Für die Curry‑Eimischung
- 2 Eier (M)
- 120 ml Kondensmilch, ungesüßt (evtl. durch 120 ml Kokosmilch ersetzen)
- 1,5 EL gelbes Currypulver
- 1 EL Nam Prik Pao (thailändische Chili‑Paste in Öl, optional für Tiefe)
- 1 EL Austernsauce
- 1 EL helle Sojasauce
- 1 TL Fischsauce
- 1 TL Palmzucker oder brauner Zucker
- 2 EL Wasser
Außerdem
- 2 EL neutrales Öl (z. B. Erdnuss‑ oder Rapsöl)
- 1 Limette (Viertel zum Servieren)
- Duftreis als Beilage
Zubereitung Schritt für Schritt
- Vorbereitung – der schnelle Mise en Place: Garnelen unter kaltem Wasser abspülen und trocken tupfen. Zwiebel, Paprika, Frühlingszwiebeln und Kräuter wie angegeben vorbereiten. Knoblauch hacken, Chili in Ringe schneiden. Beim Woken zählt Geschwindigkeit – alles vorab bereitstellen.
- Curry‑Eimischung anrühren: In einer Schüssel Eier mit Kondens- oder Kokosmilch verquirlen. Currypulver, Nam Prik Pao, Austernsauce, Sojasauce, Fischsauce, Zucker und 2 EL Wasser einrühren. Mix kurz abschmecken: salzig, würzig und leicht süß – die Limette kommt später. Die Mischung sollte homogen und fließend sein.
- Wok erhitzen: Wok (oder große Pfanne) auf hohe Hitze bringen, bis er leicht zu rauchen beginnt. Öl eingießen und schwenken.
- Aromen wecken: Knoblauch 10–15 Sekunden im heißen Öl rühren, bis er duftet. Tipp: Sobald die ersten goldenen Punkte erscheinen, sofort weitermachen – verbrannter Knoblauch macht das Gericht bitter.
- Zwiebel & Paprika anbraten: Zwiebelspalten zugeben und 45–60 Sekunden rühren, bis sie glasig sind: Das erkennst du, wenn die Ränder leicht durchsichtig werden, aber noch Biss haben. Paprika einstreuen und weitere 30–45 Sekunden pfannenrühren.
- Garnelen kurz garen: Garnelen in den Wok geben und 60–90 Sekunden braten, bis sie gerade eben rosa werden. Sie sollen noch nicht durch und nicht eingerollt wie ein C sein – sonst werden sie später trocken.
- Curry‑Eimischung zugeben: Hitze auf mittelhoch reduzieren. Die Eimischung rundherum angießen. 10 Sekunden ohne Rühren anziehen lassen, dann alles sanft wenden, damit die Sauce cremig bindet. Zieltextur: nappierend – wenn die Sauce einen dünnen Film auf dem Löffel hinterlässt, ist sie perfekt. Zu dick? 1–2 EL Wasser einrühren. Zu dünn? 20–30 Sekunden länger rühren.
- Frische einbauen: Frühlingszwiebeln und Thai‑Sellerie unterheben, 10–15 Sekunden mitgaren. Chili nach gewünschter Schärfe zugeben.
- Abschmecken: Mit einem Spritzer Limette balancieren. Jetzt sollte es cremig, würzig, leicht süß und zitrisch frisch schmecken. Bei Bedarf mit etwas Fischsauce (Salz), Zucker (Rundung) oder Limette (Säure) justieren.
- Sofort servieren: Vom Herd ziehen und mit dampfendem Duftreis servieren. Garnieren mit frischem Thai‑Sellerie und Limettenvierteln.
Tipps & Variationen
- Wok‑Hitze: Arbeite zügig bei hoher Hitze, aber senke auf mittelhoch, sobald die Eimischung drin ist – so bleibt die Sauce samtig statt trocken.
- Kein Thai‑Sellerie? Nimm glatte Petersilie und etwas Stangensellerie in feinen Scheiben für das typische kräuterige Knacken.
- Ohne Garnelen: Klassisch wird Pad Pong Karee auch mit Krabbe (Poo Pad Pong Karee) zubereitet. Alternativen: Tofu (fester Naturtofu, trocken getupft), Hähnchenbrust in dünnen Scheiben oder gemischte Pilze.
- Kokos oder Kondensmilch? Kondensmilch ist in Thailand beliebt für die seidig‑leichte Bindung. Kokosmilch macht das Ganze runder und tropischer. Entscheide nach Geschmack.
- Umami‑Boost: 1–2 TL geröstetes Currypulver extra am Ende über den Wok stäuben – das hebt den Duft. Oder 1 TL geröstetes Garnelenpulver für Meeresaromen.
- Glutenfrei: Achte auf glutenfreie Sojasauce oder ersetze sie durch Tamari.
Serviervorschlag & Aufbewahrung
Pad Pong Karee liebt einfachen Jasminreis. Für Street‑Food‑Vibes: ein paar Gurkenscheiben, Limettenviertel und frische Kräuter daneben. Reste halten gut abgedeckt im Kühlschrank 1 Tag; beim Aufwärmen in der Pfanne 1–2 EL Wasser zufügen, damit die Sauce wieder cremig wird.
SEO‑Hinweis: Dieses Rezept für „Pad Pong Karee mit Garnelen“ bringt dir ein authentisches thailändisches Wok‑Curry mit Ei auf den Teller – schnell, cremig, aromatisch und absolut alltagstauglich.
Quellen & weiterführende Infos: Hot Thai Kitchen – Poo Pad Pong Karee · SheSimmers – Thai Home Cooking · Serious Eats – Thai Cooking Techniques



