Wer Thailand geschmeckt hat, denkt an Sonne, Kokosduft und – ganz sicher – Mango Sticky Rice. Dieses einfache, ikonische Dessert heißt auf Thai „Khao Niao Mamuang“ und verbindet seidig-süßen Klebreis mit duftender Kokosmilch und saftiger, reifer Mango – wie ein warmer Abendspaziergang über einen Bangkok-Nachtmarkt.
Zutaten (für 2–4 Portionen)
- 250 g weißer Klebreis (glutinous rice, „sticky rice“)
- 400 ml Kokosmilch (Vollfett, gut schütteln)
- 80 g Palmzucker (alternativ feiner brauner Zucker)
- 1/2 TL feines Salz
- 2 reife Mangos (z. B. Ataulfo/Champagne oder Nam Dok Mai)
- Optional: 1–2 Pandanblätter (für extra Duft)
- Optional zum Topping: 2 EL geröstete Mungbohnen oder Sesamsamen, Kokoschips
- 1 TL Reismehl oder Speisestärke (für die Kokossauce)
Equipment: Dämpfkorb (bamboo steamer) oder ein feines Sieb mit Topf und Deckel, sauberes Küchentuch oder Dämpftuch.
Vorbereitung: Klebreis richtig einweichen
Den Klebreis in einer Schüssel mit kaltem Wasser so lange waschen, bis das Wasser klar bleibt (2–3 Mal wechseln). Dann mit frischem Wasser bedecken und 6–8 Stunden, gern über Nacht, einweichen. Tipp: Einweichen ist der Schlüssel zur perfekten, gleichmäßig klebrigen Körnung – ohne wird der Kern schnell zu fest.
Klebreis dämpfen – Körnig, weich und klebrig
- Wasser im Topf zum Simmern bringen. Das Sieb oder den Dämpfkorb mit einem feuchten Tuch auslegen, den abgetropften Reis darauf verteilen und abdecken.
- Bei sanftem Dampf 20–25 Minuten garen. Nach etwa 12 Minuten den Reis mit einem Löffel wenden, damit er gleichmäßig gart.
- Garprobe: Ein paar Körner probieren – sie sollen weich, aber nicht matschig sein. Wenn die Mitte noch hart ist, weitere 3–5 Minuten dämpfen.
Tipp: Kein sprudelnd kochendes Wasser – zu heftiger Dampf kann die Körner außen aufplatzen, während der Kern noch fest bleibt.
Kokossirup anrühren – die Seele des Desserts
- Während der Reis dämpft, 300 ml Kokosmilch in einem Topf bei niedriger Hitze erwärmen.
- Palmzucker und 1/2 TL Salz einrühren, bis sich alles gelöst hat. Optional Pandanblätter kurz mitziehen lassen und vor dem Mischen entfernen.
- Wichtig: Nicht kochen! Der Sirup soll nur heiß und homogen sein – so bleibt er samtig und trennt sich nicht.
Reis „abschrecken“ – aufnehmen lassen und ruhen
- Den fertig gedämpften Reis in eine Schüssel geben und sofort den warmen Kokossirup darüber verteilen.
- Mit einem Löffel sanft „falten“ statt rühren, damit die Körner nicht zerdrückt werden.
- Abdecken und 15–20 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit saugt der Reis die Kokosmilch auf und wird glänzend-klebrig.
Tipp: Wenn der Reis nach dem Ruhen noch trocken wirkt, esslöffelweise mehr Kokosmilch unterheben. Er sollte feucht glänzen, aber nicht in Sauce schwimmen.
Seidige Kokossauce zum Nappen
- Die restlichen 100 ml Kokosmilch mit 1 TL Reismehl (oder Stärke) glatt rühren, eine Prise Salz zugeben.
- Unter Rühren kurz aufkochen, bis die Sauce leicht andickt – sie soll einen Löffel dünn überziehen. Zu dick? Ein Schluck Wasser hilft. Zu dünn? Noch 30 Sekunden sanft köcheln.
Mangos vorbereiten – süß, saftig, perfekt
Die Mangos schälen, das Fruchtfleisch längs am Kern vorbeischneiden und in Fächer oder Würfel schneiden. Tipp: Reife Mangos duften intensiv und geben auf Druck leicht nach. Unreife Früchte liefern weniger Süße – dann die Kokossauce minimal nachzuckern.
Anrichten wie in Thailand
- Eine Portion Kokos-Klebreis auf Teller oder Bananenblatt setzen.
- Mangofächer daneben arrangieren, mit der warmen Kokossauce nappieren.
- Mit gerösteten Mungbohnen oder Sesam bestreuen, optional mit Kokoschips vollenden.
Serviertipp: Lauwarm schmeckt Mango Sticky Rice am besten – der Reis ist dann besonders duftig und die Sauce seidig.
Tipps, Troubleshooting & Variationen
- Ohne Dämpfkorb: Ein feines Sieb in einen Topf mit wenig simmerndem Wasser hängen, Deckel drauf. Das Tuch verhindert, dass Reiskörner durchfallen.
- Kein Palmzucker zur Hand? Feiner brauner Zucker plus 1 TL Melasse bringt ähnliche Karamellnoten.
- Kokosmilch trennt sich? Immer sanft erhitzen und nicht stark kochen. Ein Schneebesen sorgt für Emulsion.
- Voranplanen: Reis kann bis zu 6 Stunden vorher vorbereitet werden. Vor dem Servieren mit ein paar Löffeln heißer Kokosmilch auffrischen.
- Extrafruchtig: Ein paar Mangowürfel direkt unter den noch warmen Reis heben – das gibt „Mango Bursts“ im Biss.
- Saisonal tauschen: Wenn Mango rar ist, probiere reife Pfirsiche oder gegrillte Ananas – klassisch ist Mango, aber die Technik bleibt gleich.
- Salzige Note wie in Thailand: Eine Prise Salz in der Nap-Sauce verstärkt die Süße und balanciert das Gericht.
SEO-Fazit: Mango Sticky Rice einfach selbst machen
Mit wenigen Zutaten, etwas Geduld beim Einweichen und sanfter Hitze gelingt dir ein authentischer Mango Sticky Rice wie in Thailand. Der Kokossirup macht den Klebreis seidig, die Nap-Sauce sorgt für Glanz, und die reife Mango bringt tropische Süße. Perfekt als sommerliches Thai-Dessert, zum krönenden Abschluss eines Thai-Menüs – oder einfach als süße Erinnerung an deinen letzten Urlaub.
Quellen & weiterführende Infos (Thai-Dessert-Rezepte, Technik & Zutatenkunde): Serious Eats – Thai Recipes & Techniques · Hot Thai Kitchen – Authentic Thai Cooking · Tourism Authority of Thailand – Thai Food Culture



