Warum Pad See Ew auf deinen Tisch gehört
Stell dir vor: breite, seidige Reisnudeln, die im heißen Wok einen Hauch von Rauch abbekommen, dazu zartes Huhn, knusprig-zarter Brokkoli und eine dunkle, leicht süß-salzige Sauce – willkommen bei Pad See Ew, einem Street‑Food‑Liebling, der dich in 20 Minuten direkt nach Bangkok beamt.
Zutaten (für 2–3 Personen)
- 300 g frische breite Reisnudeln (Sen Yai) oder 200 g getrocknete breite Reisnudeln
- 250 g Hähnchenoberschenkelfilet, in dünne Scheiben geschnitten
- 2 Eier
- 200–250 g Thai‑Kailan (chinesischer Brokkoli) oder Brokkoli (Stiele in Scheiben, Röschen halbiert)
- 2–3 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 3 EL neutrales Wok‑Öl (z. B. Erdnuss- oder Rapsöl)
- 1/2 TL gemahlener weißer Pfeffer
Für die Pad‑See‑Ew‑Sauce:
- 1,5 EL helle Sojasauce
- 1 EL dunkle süße Sojasauce (thai: See Ew Dam; ersatzweise Kecap Manis)
- 1 EL Austernsauce
- 1 TL Fischsauce
- 1 TL Palmzucker oder brauner Zucker
- 1 TL Reisessig oder Limettensaft (optional, für Frische)
Optional zum Abschmecken: extra Fischsauce, dunkle Sojasauce, Chili‑Flocken, Limettenspalten.
Schritt‑für‑Schritt zum perfekten Pad See Ew
- Sauce anrühren. In einer kleinen Schüssel helle und dunkle Sojasauce, Austernsauce, Fischsauce, Zucker und (optional) Reisessig verrühren, bis sich der Zucker löst. Tipp: Die dunkle Sojasauce sorgt für die charakteristische Farbe und leichte Süße – nicht weglassen.
- Nudeln vorbereiten. Frische Reisnudeln vorsichtig voneinander lösen (bei Bedarf 1 TL Öl verkneten, damit sie nicht kleben). Getrocknete Nudeln nach Packungsangabe in lauwarmem Wasser einweichen, bis sie biegsam, aber noch bissfest sind; gut abtropfen. Wichtig: Nasse Nudeln dämpfen statt zu braten – also gründlich abtropfen lassen.
- Gemüse und Huhn in Form bringen. Kailan/Brokkoli: Stiele in dünne Scheiben, Blätter bzw. Röschen grob. Huhn mit einer Prise Salz und 1/4 TL weißem Pfeffer würzen.
- Wok richtig vorheizen. Einen Wok (oder eine große, schwere Pfanne) auf hoher Hitze 1–2 Minuten leer aufheizen, bis er sehr heiß ist. 1,5 EL Öl zugeben und an den Rand laufen lassen. Tipp: Für den beliebten Wok‑Rauch (Wok‑Hei) lieber in zwei kleinen Portionen arbeiten, damit nichts wässert.
- Huhn braten. Huhn zugeben und 2–3 Minuten kräftig braten, bis es Farbe nimmt und fast gar ist. Herausnehmen und beiseitestellen.
- Knoblauch und Nudeln anbraten. Restliches Öl in den heißen Wok geben, Knoblauch 10–15 Sekunden duften lassen (nicht bräunen). Nudeln einstreuen, 20–30 Sekunden anrösten. Dann die Sauce am besten am Rand des Woks herunterlaufen lassen – so karamellisiert sie leicht und ummantelt die Nudeln. Mit zwei Pfannenwendern sachte wenden, nicht „rühren“, damit die breiten Nudeln nicht reißen. Tipp: Wenn die Nudeln klumpen, 1–2 EL Wasser sprenkeln und sofort weiterbraten.
- Eier unterziehen. Nudeln an den Wokrand schieben, in die freie Fläche die Eier geben und kurz stocken lassen. Mit dem Pfannenwender grob zuweilen und dann unter die Nudeln heben – so entstehen die typischen gelben Ei‑Streifen.
- Gemüse & Huhn dazu. Zuerst die geschnittenen Kailan-/Brokkolistiele zugeben, 30–45 Sekunden braten, dann Blätter/Röschen und das vorgebratene Huhn. Alles 1–2 Minuten auf hoher Hitze schwenken. Zielkonsistenz: Die Sauce sollte sirupartig an den Nudeln haften, nicht am Pfannenboden stehen. Wenn zu trocken: 1 EL Wasser zugeben; wenn zu blass: ein paar Tropfen dunkle Sojasauce.
- Abschmecken & servieren. Mit restlichem weißem Pfeffer, ggf. etwas Fischsauce (salziger) oder Zucker (runder) justieren. Sofort servieren – gern mit Limettenspalten und Chili‑Flocken für Extra‑Kick.
Tipps, Variationen & Troubleshooting
- Kein Kailan? Nimm Brokkoli, Pak Choi oder Mangold. Stiele immer zuerst, Blätter zuletzt, damit alles gleichzeitig gar wird.
- Protein‑Wechsel: Statt Huhn schmecken auch Rind, Tofu (fester Naturtofu knusprig anbraten) oder Garnelen. Tofu vorher mit Stärke bestauben, dann brät er schöner.
- Richtiges Brataroma: Wok nicht überfüllen. Lieber zwei kleine Durchgänge als eine große, die die Hitze killt.
- Nudeln kleben? Das ist normal bei frischen Reisnudeln. Mit etwas Öl „lösen“ und beim Wenden Geduld haben; zerreiß sie nicht durch hektisches Rühren.
- Glutenfrei: Achte auf glutenfreie Sojasauce/Tamari und Austernsauce‑Alternativen.
Servieren & Aufbewahren
Pad See Ew ist ein „aus dem Wok auf den Teller“-Gericht. Reste in einer Box im Kühlschrank bis zu 2 Tage aufbewahren und in einer heißen Pfanne ohne Öl mit einem Spritzer Wasser wiederbeleben – so werden die Nudeln wieder geschmeidig und bekommen Frische.
Quellen & weiterführende Infos (SEO): Pad See Ew – Hintergrund & Technik • Serious Eats – Technik für Woknudeln • Hot Thai Kitchen – authentische Zubereitung



