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Pad Woon Sen – Thailändische Glasnudeln aus dem Wok: leicht, würzig und perfekt für jeden Tag

Thailand ist kulinarisch für große Aromen bekannt – doch nicht jedes Lieblingsgericht muss feurig oder kompliziert sein. Pad Woon Sen, also gebratene Glasnudeln aus dem Wok, ist in Thailand eher ein bodenständiges Wohlfühlgericht aus dem Alltag: schnell gemacht, herrlich aromatisch und genau das Richtige, wenn es nach etwas Herzhaftem, aber nicht zu Schwerem sein soll.

Warum Pad Woon Sen so beliebt ist

Pad Woon Sen ist ein klassisches thailändisches Nudelgericht mit feinen Glasnudeln, Gemüse, Ei und zartem Hähnchen. Im Gegensatz zu Pad Thai ist es etwas milder, ausgewogener und wunderbar alltagstauglich. Gerade deshalb ist es für viele ein echter Geheimtipp aus der thailändischen Küche. Die Glasnudeln saugen die Sauce besonders gut auf, bleiben dabei angenehm weich und leicht bissfest – genau diese Kombination macht das Gericht so beliebt.

Wenn du ein authentisches Thai-Rezept suchst, das auch zuhause ohne Spezialausrüstung gelingt, bist du hier goldrichtig. Dieses Pad-Woon-Sen-Rezept ist ideal für 2 bis 4 Personen, lässt sich flexibel anpassen und gelingt auch Kochanfängern.

Zutaten für 2–4 Personen

  • 100 g Glasnudeln (Mungbohnen- oder Bean-Thread-Nudeln)
  • 250 g Hähnchenbrust oder Hähnchenschenkel ohne Knochen
  • 2 Eier
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kleine Zwiebel
  • 150 g Weißkohl
  • 1 kleine Karotte
  • 1 Tomate
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 EL neutrales Öl zum Braten
  • Etwas frischer Koriander zum Servieren, optional

Für die Marinade:

  • 1 TL Sojasauce
  • 1 Prise weißer oder schwarzer Pfeffer

Für die Sauce:

  • 2 EL Austernsauce
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 TL Würzsauce oder zusätzlich Sojasauce
  • 1 TL Zucker
  • 1/4 TL weißer Pfeffer
  • 3–4 EL Wasser

Zubereitung: So gelingt Pad Woon Sen Schritt für Schritt

Zuerst bereitest du die Glasnudeln vor. Lege sie in eine Schüssel mit zimmerwarmem Wasser und lasse sie etwa 7 bis 10 Minuten einweichen. Sie sollen weich und biegsam werden, aber nicht matschig. Danach gießt du sie ab und schneidest sie mit einer Küchenschere ein- oder zweimal durch. Das klingt banal, macht später aber einen riesigen Unterschied, weil sich die Nudeln im Wok dann viel besser wenden lassen und nicht zu einem einzigen Klumpen werden.

Während die Nudeln einweichen, schneidest du das Hähnchen in dünne, mundgerechte Stücke. Vermische es mit 1 Teelöffel Sojasauce und etwas Pfeffer. Diese kurze Marinade gibt dem Fleisch schon vor dem Braten Würze und hilft dabei, dass es saftig bleibt.

Nun kommt das Gemüse dran: Die Zwiebel in feine Streifen schneiden, den Knoblauch hacken, den Weißkohl in kleine Stücke teilen, die Karotte längs halbieren und dann in dünne Scheiben schneiden. Die Tomate wird in Spalten geschnitten, die Frühlingszwiebeln in etwa 3 bis 4 cm lange Stücke. Wichtig ist, dass alles vorbereitet bereitliegt – beim Wokkochen geht am Ende alles ziemlich schnell.

Jetzt rührst du die Sauce an. Dafür Austernsauce, Sojasauce, Würzsauce, Zucker, Pfeffer und Wasser in einer kleinen Schüssel verrühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Die Sauce sollte würzig, leicht süßlich und rund schmecken. Keine Sorge, wenn sie pur recht intensiv wirkt – sie verteilt sich später auf Nudeln, Fleisch und Gemüse.

Erhitze nun einen Wok oder eine große Pfanne auf mittelhohe bis hohe Hitze. Gib 1 Esslöffel Öl hinein. Zuerst die Eier hineinschlagen und kurz stocken lassen. Dann mit dem Pfannenwender grob verrühren, sodass weiche Stückchen entstehen. Die Eier müssen nicht trocken gebraten werden – leicht saftig ist hier perfekt. Nimm sie anschließend kurz aus der Pfanne und stelle sie beiseite.

Gib den zweiten Esslöffel Öl in den Wok. Jetzt kommt das marinierte Hähnchen hinein. Brate es unter Rühren an, bis die Stücke außen nicht mehr roh aussehen. Sie müssen an diesem Punkt noch nicht komplett durch sein, denn sie garen später mit den Nudeln fertig. Dann den Knoblauch und die Zwiebel dazugeben. Wenn die Zwiebeln leicht glasig werden, sind sie genau richtig: Sie sollen weich und aromatisch sein, aber keine dunklen Ränder bekommen. Falls der Knoblauch zu schnell Farbe annimmt, reduziere die Hitze kurz – verbrannter Knoblauch schmeckt schnell bitter.

Als Nächstes kommen Karotte und Kohl in die Pfanne. Rühre alles 1 bis 2 Minuten durch. Das Gemüse soll etwas zusammenfallen, aber noch Biss behalten. Danach gibst du die Tomatenspalten dazu. Sie sollen nur leicht weich werden und etwas Saft abgeben – genau dieser Saft verbindet sich später wunderbar mit der Sauce.

Nun wandern die abgetropften Glasnudeln in den Wok. Gieße sofort die vorbereitete Sauce darüber und vermenge alles zügig mit zwei Pfannenwendern oder einer Zange. Die Nudeln saugen Flüssigkeit sehr schnell auf, deshalb ist jetzt Bewegung gefragt. Wenn du merkst, dass die Pfanne zu trocken wird, gib esslöffelweise etwas Wasser dazu. Die richtige Konsistenz ist erreicht, wenn die Nudeln glänzen, gleichmäßig gewürzt sind und nicht trocken aneinanderkleben.

Jetzt kommen die Eier zurück in die Pfanne, zusammen mit den Frühlingszwiebeln. Hebe alles vorsichtig unter, damit die Eier in schönen Stückchen erhalten bleiben. Probiere eine Nudel: Sie sollte weich, aber noch leicht elastisch sein. Das Hähnchen sollte nun komplett durchgegart sein. Falls nötig, noch 30 bis 60 Sekunden weiterbraten.

Zum Servieren kannst du Pad Woon Sen direkt aus dem Wok auf Teller geben und nach Wunsch mit frischem Koriander bestreuen. Wer mag, serviert zusätzlich Limettenspalten, etwas Chiliflocken oder Fischsauce am Tisch – so kann jeder seinen Teller individuell abschmecken.

Tipps für authentischen Geschmack

Für besonders gutes Pad Woon Sen lohnt es sich, Glasnudeln aus Mungbohnenstärke zu verwenden. Sie bleiben angenehm elastisch und nehmen die Sauce hervorragend auf. Achte außerdem darauf, die Nudeln nicht zu lange einzuweichen – zu weiche Glasnudeln brechen im Wok schneller. Und noch ein kleiner Küchen-Trick: Lieber kurz und heiß braten als lange und vorsichtig schmoren. So bleibt das Gemüse frisch, und das Gericht bekommt genau diesen typischen Thai-Wok-Charakter.

Fazit: Thai-Komfortküche für zuhause

Pad Woon Sen ist eines dieser Gerichte, die unkompliziert wirken und trotzdem erstaunlich viel Aroma auf den Teller bringen. Es ist leicht, würzig, schnell gemacht und eine wunderbare Alternative zu den bekannteren Thai-Klassikern. Wenn du thailändisch kochen möchtest, ohne direkt mit einem komplexen Curry oder Pad Thai zu starten, ist dieses Rezept ein perfekter Einstieg.

Quellen: Pad Woon Sen Rezept – Hot Thai Kitchen | Pad Woon Sen – Thai Caliente | Thailändische Nudelgerichte – Hot Thai Kitchen

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Kanokwan Neanchamnan

Kratai

Kanokwan Neanchamnan

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