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Pad Thai selber machen: Authentisches thailändisches Nudelgericht mit Tamarinde und Erdnüssen

Ein gutes Pad Thai schmeckt nach Bangkok in einer Schüssel: süß, salzig, säuerlich und leicht nussig – mit genau der Art von Duft, bei der man schon beim Braten Hunger bekommt. Das Gericht gilt weltweit als Thai-Klassiker, aber zuhause zubereitet zeigt es erst, wie fein ausbalanciert und überraschend unkompliziert echte thailändische Küche sein kann.

Warum Pad Thai so beliebt ist

Pad Thai ist eines der bekanntesten Gerichte der thailändischen Küche und lebt von seinem spannenden Zusammenspiel aus Reisnudeln, Tamarinde, Fischsauce, Ei, knackigen Sojasprossen und gerösteten Erdnüssen. Anders als viele Restaurant-Versionen ist ein authentisches Pad Thai nicht einfach nur süß oder schwer, sondern wunderbar ausbalanciert. Genau das macht es zu einem perfekten Rezept für alle, die Thai Streetfood zuhause nachkochen möchten.

Zutaten für 2–4 Personen

Für 2 große oder 4 kleinere Portionen brauchst du:

**Für die Sauce:**
– 3 EL Tamarindenpaste
– 2 EL Fischsauce
– 2 1/2 EL Palmzucker oder brauner Zucker
– 3 EL Wasser

**Für das Pad Thai:**
– 200 g Reisnudeln, mittelbreit
– 2 EL neutrales Öl
– 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
– 2 Schalotten, fein gewürfelt
– 150 g Garnelen oder Hähnchen in kleinen Stücken
– 100 g fester Tofu, klein gewürfelt
– 2 Eier
– 2 EL getrocknete kleine Garnelen, optional
– 150 g Sojasprossen
– 3 Frühlingszwiebeln, in 3–4 cm lange Stücke geschnitten
– 3 EL geröstete Erdnüsse, grob gehackt
– 1 Limette, in Spalten

**Zum Servieren nach Wunsch:**
– Chiliflocken
– extra Limettenspalten
– etwas mehr Erdnüsse

Pad Thai Rezept: Schritt für Schritt erklärt

Zuerst kümmerst du dich um die Reisnudeln. Lege sie in eine große Schüssel und bedecke sie mit zimmerwarmem Wasser. Lass sie etwa 45 bis 60 Minuten einweichen, bis sie biegsam sind, aber noch einen leichten Kern haben. Sie sollten nicht komplett weich sein, denn sie garen später noch in der Pfanne weiter. Wenn die Nudeln zu weich werden, kleben sie schnell zusammen und verlieren beim Braten ihre schöne Struktur.

Während die Nudeln einweichen, bereitest du die Sauce vor. Gib Tamarindenpaste, Fischsauce, Zucker und Wasser in einen kleinen Topf oder in eine Schüssel. Verrühre alles gründlich, bis sich der Zucker weitgehend gelöst hat. Die Sauce soll intensiv schmecken – erst leicht säuerlich, dann salzig und zum Schluss angenehm süß. Genau diese Mischung macht ein authentisches Pad Thai aus. Stell die Sauce beiseite, damit beim Kochen später alles griffbereit ist.

Jetzt ist der wichtigste Tipp für Anfänger: Bereite alle Zutaten vollständig vor, bevor du den Herd einschaltest. Thai-Gerichte aus dem Wok oder aus der großen Pfanne garen sehr schnell. Wenn du erst währenddessen Frühlingszwiebeln schneiden oder Eier aufschlagen musst, ist meist schon etwas zu dunkel geworden.

Erhitze nun eine große Pfanne oder einen Wok auf mittelhohe bis hohe Hitze. Gib 1 Esslöffel Öl hinein und brate zuerst den Tofu an. Er sollte an den Kanten leicht goldbraun werden. Das dauert je nach Pfanne etwa 3 bis 4 Minuten. Nimm ihn anschließend kurz heraus. Dann gibst du bei Bedarf noch etwas Öl in die Pfanne und brätst Garnelen oder Hähnchen an, bis das Protein fast gar ist. Garnelen werden schön rosa und fest, Hähnchen sollte außen weiß und leicht gebräunt sein. Auch das nimmst du wieder kurz heraus.

Nun kommen Knoblauch und Schalotten in die heiße Pfanne. Brate beides nur kurz an, etwa 30 bis 60 Sekunden. Die Schalotten sollen weich und leicht glasig werden. Glasig bedeutet: Sie sehen nicht mehr roh und stumpf aus, sondern weich, glänzend und duften aromatisch, ohne braun zu werden. Wenn der Knoblauch zu dunkel wird, lieber sofort die Hitze etwas reduzieren – verbrannter Knoblauch schmeckt schnell bitter.

Gib jetzt die abgetropften Nudeln in die Pfanne. Verteile sie mit einer Zange oder zwei Kochlöffeln vorsichtig, damit sie nicht reißen. Gieße die Sauce darüber und vermenge alles ruhig, aber zügig. Anfangs wirken die Nudeln vielleicht noch etwas fest, doch nach 1 bis 2 Minuten nehmen sie die Flüssigkeit auf. Falls die Pfanne zu trocken wird und die Nudeln noch zu hart sind, hilft ein kleiner Schluck Wasser. Wirklich nur wenig – 1 bis 2 Esslöffel reichen oft schon.

Schiebe die Nudeln an den Rand der Pfanne, sodass in der Mitte etwas Platz entsteht. Schlage dort die Eier hinein und lass sie ein paar Sekunden stocken. Rühre sie dann leicht an, bis sie cremig und nur knapp gestockt sind, und ziehe sie anschließend unter die Nudeln. So verteilen sie sich schön im Gericht und geben dem Pad Thai seine typische, weiche Bindung.

Jetzt kommen Tofu, Garnelen oder Hähnchen und optional die getrockneten Garnelen zurück in die Pfanne. Mische alles gründlich durch. Zum Schluss hebst du den Großteil der Sojasprossen und die Frühlingszwiebeln unter. Diese Zutaten brauchen nur sehr wenig Garzeit. Sie sollen warm werden, aber ihren frischen Biss behalten. Genau dieser Kontrast aus weichen Nudeln und knackigem Gemüse macht Pad Thai so gut.

Wenn die Sauce fast vollständig an den Nudeln haftet und keine wässrige Flüssigkeit mehr in der Pfanne steht, hat das Gericht die richtige Konsistenz. Die Nudeln sollen glänzen und geschmeidig sein, aber nicht in Sauce schwimmen. Nimm die Pfanne dann direkt vom Herd, damit nichts nachgart und matschig wird.

Richte das Pad Thai auf Tellern an und bestreue es mit gehackten Erdnüssen. Dazu kommen Limettenspalten und nach Geschmack Chiliflocken. Ein Spritzer frische Limette kurz vor dem Essen hebt die Tamarindennote noch einmal wunderbar hervor und bringt alles in Balance.

Tipps für authentisches Pad Thai zuhause

Wenn du Pad Thai wie in Thailand kochen möchtest, achte vor allem auf die Sauce und die Garzeit der Nudeln. Zu süße Sauce überdeckt die feinen Aromen, zu viel Flüssigkeit macht das Gericht schwer. Arbeite lieber mit hoher Hitze, gut vorbereiteten Zutaten und kurzen Garzeiten. Und noch ein kleiner Küchen-Trick: Wenn du keine riesige Pfanne hast, koche lieber zwei kleinere Portionen nacheinander. So braten die Nudeln besser an, statt nur zu dämpfen.

Fazit: Thai Streetfood ganz einfach zuhause

Pad Thai selber zu machen ist viel leichter, als es auf den ersten Blick wirkt. Wenn die Zutaten vorbereitet sind und du die Nudeln mit etwas Aufmerksamkeit brätst, bekommst du ein wunderbar aromatisches thailändisches Nudelgericht, das frisch, ausgewogen und herrlich gemütlich schmeckt – perfekt für ein schnelles Abendessen mit besonderem Urlaubsgefühl.

Quellen:
Hot Thai Kitchen – Authentic Pad Thai Recipe: authentisches Pad Thai Rezept
ImportFood – Pad Thai Recipe: thailändisches Pad Thai original
Eating Thai Food – Pad Thai Überblick in Bangkok-Menüs: Pad Thai als klassisches Thai Streetfood

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