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Thai Garnelen in rotem Curry: Cremiges Gaeng Phed Goong ganz einfach zuhause kochen

Ein thailändisches Curry, das nach Urlaub schmeckt

Manche Gerichte schaffen es schon beim ersten Duft, einen direkt gedanklich in eine kleine Garküche in Bangkok zu versetzen – und genau so ist es bei Thai Garnelen in rotem Curry. Dieses cremige, leicht scharfe Gericht verbindet Kokosmilch, rote Currypaste und saftige Garnelen zu einem Essen, das gleichzeitig unkompliziert und wunderbar aromatisch ist.

Zutaten für 2–4 Personen

  • 300–400 g rohe Garnelen, geschält und entdarmt
  • 400 ml Kokosmilch
  • 2–3 EL rote Thai-Currypaste
  • 1–2 EL neutrales Öl oder 2 EL vom festen Kokosrahm aus der Dose
  • 1 rote Paprika
  • 1 kleine Zucchini
  • 1 kleine Zwiebel oder 2 Schalotten
  • 1–2 Knoblauchzehen
  • 1 Handvoll Zuckerschoten oder grüne Bohnen
  • 3–4 Kaffir-Limettenblätter, optional
  • 1 TL brauner Zucker oder Palmzucker
  • 1–2 EL Fischsauce
  • 1 TL Limettensaft
  • 1 kleine rote Chili, optional
  • Eine Handvoll frischer Thai-Basilikum oder Koriander
  • Frisch gekochter Jasminreis zum Servieren

So gelingt dir Thai rotes Curry mit Garnelen Schritt für Schritt

Zuerst bereitest du alle Zutaten in Ruhe vor. Das ist bei einem Thai-Curry besonders wichtig, weil das eigentliche Kochen später ziemlich schnell geht. Schneide die Paprika in feine Streifen, die Zucchini in halbe Scheiben und die Zwiebel in dünne Spalten. Den Knoblauch hackst du fein. Wenn du grüne Bohnen verwendest, schneide sie in mundgerechte Stücke. Die Garnelen solltest du, falls nötig, kurz unter kaltem Wasser abspülen und anschließend mit Küchenpapier trocken tupfen. So garen sie später schön und verwässern die Sauce nicht.

Nun setzt du am besten gleich den Jasminreis auf, damit am Ende alles gleichzeitig fertig ist. Während der Reis kocht, kannst du dich ganz auf das Curry konzentrieren. Erhitze dafür eine große Pfanne oder einen Wok auf mittlerer Stufe. Gib das Öl hinein – oder, wenn du es besonders aromatisch magst, den festen Kokosrahm aus der Kokosmilch. Sobald das Fett warm ist, kommt die rote Currypaste dazu.

Jetzt beginnt der wichtigste Aromaschritt: Brate die Currypaste 1 bis 2 Minuten an und rühre dabei ständig um. Die Paste soll nicht dunkel werden, aber sie darf deutlich duften. Genau in diesem Moment entfalten sich die Gewürze richtig. Falls die Paste zu trocken wird oder am Pfannenboden klebt, gib einfach einen kleinen Schluck Kokosmilch dazu. Das ist ein einfacher Trick, damit nichts anbrennt und die Gewürze trotzdem intensiv bleiben.

Als Nächstes kommen Zwiebel und Knoblauch in die Pfanne. Lasse beides kurz mitgaren, bis die Zwiebeln weich und leicht glasig werden. „Glasig“ bedeutet in diesem Fall: Die Zwiebel verliert ihre rohe, scharfe Optik und wirkt leicht durchsichtig, ohne schon braun zu werden. Genau dann ist sie perfekt, weil sie Süße entwickelt, aber noch nicht röstig schmeckt.

Gieße nun nach und nach die Kokosmilch an. Am besten zuerst etwa die Hälfte, damit sich die Currypaste sauber einrühren lässt. Verrühre alles gründlich, bis eine glatte, orange-rote Sauce entsteht. Danach gibst du den Rest der Kokosmilch dazu. Wenn du Kaffir-Limettenblätter verwendest, kannst du sie jetzt leicht zwischen den Fingern andrücken und mit in die Sauce geben. So setzen sie ihr frisches, zitroniges Aroma besser frei.

Jetzt wird das Curry abgeschmeckt: mit Fischsauce, Zucker und einem Spritzer Limettensaft. Keine Sorge, falls die Sauce anfangs noch etwas kräftig oder ungewohnt schmeckt – sie wird milder, sobald das Gemüse und die Garnelen mitgaren. Wichtig ist die Balance: salzig, leicht süß, cremig und mit einer feinen Schärfe. Genau das macht ein gutes Thai Curry mit Garnelen aus.

Gib nun Paprika, Zucchini und Zuckerschoten oder Bohnen in die Sauce und lasse alles bei mittlerer Hitze etwa 4 bis 6 Minuten sanft köcheln. Die Sauce sollte dabei nicht wild sprudeln, sondern eher leise simmern. Daran erkennst du, dass das Gemüse gleichmäßig gart und die Kokosmilch schön cremig bleibt. Wenn die Sauce zu dick wirkt, kannst du 2 bis 4 Esslöffel Wasser hinzufügen. Ist sie zu dünn, lasse sie einfach noch ein paar Minuten offen einkochen. Die richtige Konsistenz ist erreicht, wenn die Sauce einen Löffel leicht umhüllt und nicht mehr wässrig vom Löffel läuft.

Erst ganz zum Schluss kommen die Garnelen hinein. Das ist wichtig, denn sie brauchen wirklich nicht lange. Rühre sie vorsichtig unter und lasse sie je nach Größe etwa 2 bis 4 Minuten ziehen. Sobald sie rosa und leicht gebogen sind, sind sie fertig. Wenn sie sich stark kringeln und gummiartig werden, waren sie zu lange in der Pfanne. Lieber also etwas früher als zu spät vom Herd nehmen.

Wenn du magst, gib jetzt noch fein geschnittene rote Chili dazu, falls du mehr Schärfe möchtest. Zum Schluss hebst du Thai-Basilikum oder Koriander unter das Curry. Der frische Kräuterduft bringt das ganze Gericht noch einmal richtig zum Leuchten. Entferne die Limettenblätter vor dem Servieren, falls du sie nicht mitessen möchtest.

Servieren und kleine Küchentipps

Serviere das rote Thai Curry mit Garnelen am besten sofort, zusammen mit lockerem Jasminreis. Der Reis nimmt die cremige Sauce wunderbar auf und macht das Gericht schön ausgewogen. Wenn du Gäste hast, kannst du das Curry in einer großen Schale anrichten und mit ein paar Kräutern, Chili-Ringen und einem Limettenspalten garnieren – das sieht nicht nur hübsch aus, sondern macht direkt Lust auf den ersten Bissen.

Ein letzter Tipp für Anfänger: Taste dich bei der Currypaste lieber langsam heran. Jede Marke ist unterschiedlich scharf und intensiv. Starte mit 2 Esslöffeln und würze bei Bedarf nach. So bleibt dein thailändisches Garnelen-Curry aromatisch, aber nicht überwältigend scharf. Genau darin liegt der Zauber dieses Gerichts: Es schmeckt nach Thailand, ist aber absolut alltagstauglich und auch zuhause ganz entspannt nachzukochen.

Quellen: Thai Red Curry Grundlagen und Zubereitung mit Currypaste | Informationen zu roter Thai-Currypaste und typischen Zutaten | Wissenswertes über Garnelen in der thailändischen Küche

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